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Saint-Hippolyte verbindet eine lange Baugeschichte mit Entdeckungen rund um Befestigung, Kirche und Wein. Besonders greifbar ist die Geschichte an der erhaltenen Befestigungsmauer: Ein großer Teil davon bildet häufig die rückwärtige Wand späterer Gebäude. So lassen sich die Befestigung und die spätere Bebauung zusammen betrachten.

Befestigung und historische Zusammenhänge

Die Befestigungsmauer von Saint-Hippolyte wird erstmals 1313 erwähnt; wahrscheinlich entstand sie im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts. An der Südostecke der Anlage steht die Tour des Cigognes. Sie ist der einzige erhaltene ehemalige Flankierungsturm der Befestigungsanlage, der vollständig bewahrt wurde. Die Mauer erzählt damit von einer größeren Anlage, während der Turm einen konkreten, vollständig erhaltenen Teil davon bezeichnet.

Ein weiterer historischer Zusammenhang führt zur Gare du Kaiser. Sie wurde 1903 errichtet, um den Zugang zum Château du Haut-Koenigsbourg zu ermöglichen. Damit kommt zur Baugeschichte der Befestigung ein eigener Aspekt der damaligen Erschließung des Schlosses hinzu.

Kirche, Kapelle und Brunnen

Auch an der Pfarrkirche Saint-Hippolyte lassen sich unterschiedliche Bauphasen unterscheiden. Der Chor gilt als ältester Teil des Gebäudes und lässt sich ins 14. Jahrhundert datieren. Das etwas jüngere Langhaus wurde im 15. Jahrhundert von Osten nach Westen errichtet. Die vorsichtige Datierung des Chors und die Angaben zur Errichtung des Langhauses geben zwei verschiedene zeitliche Bezugspunkte für die Kirche.

Am südöstlichen Eingang von Saint-Hippolyte steht die Chapelle Sainte-Croix. In ihr wird ein Fragment des Wahren Kreuzes aufbewahrt und verehrt. Ein anderer Bezug zur Ortsgeschichte ist der Brunnen von Saint-Hippolyte: Durch einen Erlass vom 11. Mai 1932 wurde er als historisches Denkmal eingetragen. Zusammen mit der Kirche und der Kapelle zeigt er, dass sich die historischen Themen des Ortes nicht auf die Befestigungsanlage beschränken.

Wein und Aktivitäten im Freien

Beim Domaine Fahrer et fils stehen Keller und Weingeschichte im Mittelpunkt. Eine geführte Besichtigung führt durch den Keller und zu den alten unterirdischen Weinfässern; dabei wird die Geschichte des bis zur vierten Generation entwickelten Weinguts vorgestellt. Der Kellerbesuch umfasst eine Verkostung von fünf Weinen und eine Einführung in die Geheimnisse des Winzerhandwerks. Eine genussorientierte Führung verbindet ebenfalls fünf Weine mit einem Käse- und Wurstteller und verwendet lokale, frische und saisonale Produkte. Prüfen Sie die Besichtigungsangebote vor der Buchung.

Zum Grand Cru Gloeckelberg gehört in Saint-Hippolyte eine 20 Ar große Rebfläche. Sie ist nach Süden bis Südosten ausgerichtet und liegt auf granitischem Untergrund. Während die Kellerangebote den Besuch und die Verkostung beschreiben, kennzeichnen Größe, Ausrichtung und Boden die Rebfläche – zwei unterschiedliche thematische Seiten des Weins in Saint-Hippolyte.

Für einen Spaziergang bietet der markierte Chemin Wall einen Weg entlang der Außenseite der Befestigungsmauern. Eine andere Aktivität ist das Forellenangeln in den Wäldern von Saint-Hippolyte in Richtung Château du Haut-Koenigsbourg; saisonale Regelungen können variieren. So lassen sich ein Spaziergang an der Befestigung und eine Aktivität in den Wäldern als verschiedene Schwerpunkte betrachten.

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