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Gedenkort mit weitem Blick

Auf dem Gipfel des Hügels über Sigolsheim liegt die Nécropole Nationale de Sigolsheim, ein französisch-amerikanischer Militärfriedhof. Sie kann das ganze Jahr über kostenlos und ohne Führung besichtigt werden. Vom Hügel reicht der 360-Grad-Blick über die Weinberge, die elsässische Ebene und den Schwarzwald in Deutschland. Der Gedenkort und die Aussicht bündeln zwei unterschiedliche Aspekte eines Besuchs auf dem Sigolsheimer Hügel.

Weinbau und Wege

Sigolsheim ist ein Weinbaudorf. Zu seinen Weinbaugebieten gehören die drei Grand-Cru-Terroirs Mambourg, Marckrain und Furstentum. In diesen Gebieten werden Gewürztraminer, Riesling und Pinot Gris angebaut; Muskat kommt in kleiner Menge hinzu. Die Namen benennen unterschiedliche Dinge: Mambourg, Marckrain und Furstentum stehen für Terroirs, die Sortennamen für die angebauten Trauben. So lassen sich die örtlichen Lagen und das Rebsortenspektrum auseinanderhalten.

Die gastronomische Wanderung führt durch das Dorf, die umliegenden Weinberge und den Mambourg-Hügel. Auf einer 8 km langen Strecke umfasst sie sechs kulinarische Stationen. Damit verbindet die Tour eine konkrete Weglänge und mehrere Genussstopps mit einem Verlauf durch Dorf und Weinlandschaft. Termine und Buchungsbedingungen sind saisonabhängig; prüfen Sie die Angaben für die gewünschte Ausgabe, bevor Sie die Wanderung einplanen. Neben den 8 km können Sie für die Planung auch Zeit für die sechs kulinarischen Stationen der Wanderung einrechnen.

Der Mountainbike-Rundkurs führt durch die drei Grand-Cru-Terroirs und ermöglicht einen Halt an der Nekropole auf dem Sigolsheimer Hügel. Als Startpunkt dient die Rue St Jaques am Espace Pluriel. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Wanderung stehen die kulinarischen Stationen und die 8 km Weg im Vordergrund; beim Rundkurs sind es die drei Terroirs und die Möglichkeit eines Halts am Gedenkort. So lassen sich Weinbau und Landschaft zu Fuß mit kulinarischen Stationen oder auf dem Mountainbike mit einem möglichen Gedenkstättenhalt verbinden.

Kirche und Kapelle

Auch zwei Sakralbauten geben dem Ort kulturhistorische Bezugspunkte. Die Kirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul liegt an der Route Romane d’Alsace. Sie ersetzte in den 1190er-Jahren eine ältere Kirche und wurde durch Erlass vom 1. Oktober 1841 als historisches Denkmal eingestuft. Die Kapelle Sainte-Anne ist spätgotisch, wurde 1328 erwähnt und durch Erlass vom 6. Mai 1938 als historisches Denkmal eingetragen. Heute dient sie als Friedhofskapelle.

Die Daten bezeichnen unterschiedliche Aspekte: Die 1190er-Jahre betreffen den Vorgängerbau, 1841 die Einstufung der Kirche; 1328 ist eine Erwähnung der Kapelle und 1938 ihre Eintragung. Damit lassen sich Baugeschichte, Erwähnung und Denkmalstatus voneinander unterscheiden, statt alle Jahreszahlen als Baujahre zu lesen.

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