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Fast ein Jahrhundert lang prägte der Kalibergbau die Entwicklung, Landschaft und Identität Wittenheims. Sein Erbe zeigt sich an Förderturm, Gedenkorten und Bauwerken. Daneben stehen Kirchen, Waldlandschaft, Promenaden und Angebote für Bewegung im Freien. So finden sich in Wittenheim unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Entdeckungstour.

Bergbaugeschichte in Bauwerken und Gedenkorten

Die eiserne Förderturmkonstruktion der Mine Théodore entstand 1957 und 1958. Seit dem 17. August 1995 ist die Mine Théodore teilweise als Monument historique eingetragen. Das Chevalement Théodore im Viertel Sainte-Barbe ist eines der letzten Zeugnisse der Bergbauära Wittenheims.

Auch Gedenkorte halten die Erinnerung an die Bergbaugeschichte wach. Das Mémorial aux victimes d’accidents aux Mines de Wittenheim wurde 2012 eingeweiht. Das Mémorial des Mineurs besteht aus einem Denkmal mit der Darstellung eines Bergmanns und vier Pfeilern. In die Pfeiler waren ursprünglich die Namen von 827 Menschen eingraviert, die bei Arbeitsunfällen im Bergwerk ums Leben gekommen waren.

Kirchen und ihre unterschiedlichen Geschichten

An der Pfarrkirche Sainte-Marie fallen zwei Baukampagnen auf: eine aus dem Jahr 1770 und eine aus dem Jahr 1959. Die Kirche gehört zum historischen und religiösen Erbe Wittenheims. Die Pfarrkirche Sainte-Barbe wurde von den elsässischen Kalibergwerken errichtet und ist mit Gemälden von Georges Desvallières geschmückt. Damit setzen die Kirchen unterschiedliche Akzente: Bei Sainte-Marie sind zwei Baukampagnen überliefert, bei Sainte-Barbe prägen die Verbindung zum Bergbau und die Gemälde den Blick auf das Bauwerk.

Wald, Promenade und Bewegung

Der Nonnenbruch-Wald erstreckt sich am Rand der Wittenheimer Viertel Fernand Anna und Sainte-Barbe. Zu seiner Landschaft gehören Steppenlichtungen, Abraumhalden und ehemalige Steinbrüche, die Teiche bilden. Markierte Wege durchqueren den Wald und verbinden verschiedene Gemeinden. Die Mischung aus Lichtungen, Spuren des Bergbaus und Teichen gibt einem Spaziergang hier einen anderen Charakter als eine reine Betrachtung der historischen Bauwerke.

Der Parc du Rabbargala umfasst sechs Hektar Naturfläche und eine 3,6 Kilometer lange Promenade. Hinzu kommen drei Holzspielplätze; einer davon ist mit dem Rollstuhl zugänglich. Prüfen Sie diese Ausstattung vor dem Besuch, da sich die Konfiguration ändern kann.

Der Parcours Vita in Wittenheim verbindet Gehen, Laufen und Kräftigungsübungen in grüner Umgebung. Er ist das ganze Jahr über frei zugänglich und beginnt in der Rue de Colmar. So stehen unterschiedliche Formen der Bewegung nebeneinander: eine Promenade im Parc du Rabbargala und ein Parcours, der mehrere Aktivitätsarten verbindet.

Kino als kulturelle Ergänzung

Das Cinéma Gérard Philipe besteht seit 1992. Es zeigt jede Woche aktuelle Kinostarts und bietet außerdem einen Zyklus mit Filmen des Kulturerbes an. Das Kino ergänzt die historischen Bauwerke und Gedenkorte um ein filmisches Angebot, das Gegenwärtiges und Filmgeschichte zusammenführt.

Weitere Reiseziele entdecken: Katzenthal, Riedwihr, Hunawihr, Lutter, Kientzheim, Sentheim, Bischwihr, Osenbach

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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