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Boulogne-Billancourt bietet mehrere klar unterscheidbare Kulturthemen: fotografische und filmische Sammlungen, Skulptur, Architektur der 1930er-Jahre und die industrielle Geschichte des Ortes. Dazu kommen zwei unterschiedliche Parklandschaften und Kultur- sowie Spazierbereiche auf der Île Seguin. So können Sie bei der Planung einen Schwerpunkt setzen, der zu Ihren Interessen passt.

Museen: von Fotografie bis Skulptur

Das Musée départemental Albert-Kahn bewahrt die Archives de la Planète aus den Jahren 1909 bis 1931 sowie einzigartige fotografische und filmische Sammlungen. Zum Museumsgarten gehört ein japanisches Dorf, das 1897 von eigens aus Japan angereisten Zimmerleuten geschaffen wurde. Nachgebildete japanische Landschaften, häusliche Architektur, asiatische Pflanzen und Anklänge an heilige Orte bestimmen das Gartenthema. Sammlung und Garten eröffnen damit unterschiedliche Perspektiven: auf Bilddokumente einerseits und auf gestaltete Landschaft andererseits.

Das Musée Paul Belmondo im Château Buchillot zeigt Skulpturen, Medaillen und Zeichnungen von Paul Belmondo. Zum Bestand zählen 263 Skulpturen und Gussformen, 452 Medaillen und vorbereitende Arbeiten sowie 966 Zeichnungen. Wenn einzelne Bestandsgruppen für Ihre Planung wichtig sind, prüfen Sie bitte die aktuellen Sammlungsangaben. Das Musée Paul Landowski wiederum präsentiert eine thematische Ausstellung mit Gips-, Marmor- und Bronzeplastiken aus dem Werk des Bildhauers. Beide Häuser setzen so unterschiedliche Akzente innerhalb der Bildhauerei.

Im Musée des Années 30 stehen Werke von Malern, Bildhauern, Keramikern, Innen- und Möbeldesignern, Architekten, Industriellen und Filmschaffenden im Mittelpunkt, die mit den 1930er-Jahren verbunden sind. Der Blick auf diese Epoche beschränkt sich also nicht auf Architektur, sondern umfasst verschiedene künstlerische und gestalterische Bereiche.

Architektur der 1930er-Jahre

Die Atelierhäuser Lipchitz-Miestchaninoff verbinden eine konkrete Baugeschichte mit diesem architektonischen Schwerpunkt. Die Bildhauer Jacques Lipchitz und Oscar Miestchaninoff gaben die Häuser bei Le Corbusier und seinem Cousin Pierre Jeanneret in Auftrag. Die Fassaden und Dächer sind seit 1975 als historische Denkmäler eingetragen. Die Häuser befinden sich in Privatbesitz – eine wichtige Einschränkung, wenn Sie sie in Ihre Besuchsplanung einbeziehen.

Mit dem 1930s Walk lässt sich die Architektur der Epoche außerdem anhand von drei verschiedenen Routen durch Boulogne-Billancourt betrachten. Sie stellen die Vielfalt und den Reichtum der Architektur der 1930er-Jahre in den Mittelpunkt. Damit ergänzen die Routen den Blick auf die Werke und Gestaltungsbereiche im Musée des Années 30 um einen eigenen architektonischen Zugang.

Île Seguin: Kultur und Standortgeschichte

Auf der Île Seguin verbindet La Seine Musicale Konzert-, Ausstellungs- und Spazierbereiche mit Restaurants und Geschäften rund um Kunst und Kultur. Das Angebot umfasst damit mehr als einen einzelnen Kulturbereich; konkrete Veranstaltungen sollten Sie jedoch gesondert für Ihren Reisezeitraum prüfen.

Der Pavillon des projets behandelt die industrielle Vergangenheit und die jüngere Entwicklung des Standorts. Seine Dauerausstellung zeigt die Geschichte der Renault-Werke, die während des gesamten 20. Jahrhunderts in Boulogne-Billancourt ansässig waren, sowie die 2004 begonnene Umwandlung des Standorts in ein Ökoquartier. Außerdem veranstaltet der Pavillon Konferenzen, geführte Besichtigungen und Workshops zu diesen Themen. Wenn Sie Ihre Reise auf eine Führung, einen Workshop oder einen bestimmten Ausstellungsinhalt ausrichten, prüfen Sie bitte vorab das aktuelle Programm und die Angaben zur Ausstellung.

Der Pavillon des projets ist mit der Straßenbahnlinie T2 ab der Haltestelle Brimborion und mit der Metrolinie 9 ab der Station Pont de Sèvres erreichbar. Da sich Angaben zum öffentlichen Verkehr ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Linienverläufe.

Zwei unterschiedliche Parklandschaften

Der Parc départemental Gauthier-Mougin auf der Île Seguin verbindet eine vollständig renaturierte Landschaft mit geneigten Wiesen, schützendem Unterholz, neu gestalteten Ufern, autofreien Wegen und mehr als 800 gepflanzten Bäumen. Der Park wurde am 31. Januar 2026 für die Öffentlichkeit eröffnet; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen. Hinzu kommt ein Kunstparcours unter freiem Himmel mit etwa zwanzig Werken, der sich zwischen der Pointe des Arts, dem Park und dem Umfeld von La Seine Musicale erstreckt.

Der 15 Hektar große Parc Edmond-de-Rothschild liegt zwischen der Seine und dem Bois de Boulogne. Zu seinen unterschiedlichen Gartenelementen gehören ein mit Eiben bepflanzter Bereich, ein kleiner Teich mit rotem Steg und ein japanischer Garten. Die beiden Parks setzen somit verschiedene Akzente: Im Parc Gauthier-Mougin stehen Renaturierung, autofreie Wege und Kunst im Freien im Mittelpunkt; im Parc Edmond-de-Rothschild prägen Größe und die benannten Gartenbereiche das Bild. Dieser Vergleich hilft Ihnen, Grünräume passend zu Ihren Interessen in die Reiseplanung aufzunehmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ville-Dʼavray, Fontenay-Aux-Roses, Sceaux, Gennevilliers, Issy-Les-Moulineaux, Montrouge, Clichy, Meudon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hauts-De-Seine.

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