Champeaux vereint mehrere unterscheidbare kulturgeschichtliche Themen: die befestigte Collégiale Saint-Martin, die Geschichte des öffentlichen Waschhauses und die Landschafts- und Religionsgeschichte rund um Roiblay. Aunoy ergänzt den Blick auf historische Architektur und Parkgestaltung. Für die Planung lohnt es sich, die Besuchsmöglichkeiten auseinanderzuhalten: Die Collégiale ist außerhalb der Gottesdienste zur Besichtigung geöffnet, während das private Château d’Aunoy nicht besichtigt werden kann.
Die Collégiale Saint-Martin: Baugeschichte und Ausstattung
Die Collégiale Saint-Martin de Champeaux wurde von der Mitte des 12. bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut und ist eine befestigte Kirche. Zu ihren bemerkenswerten Ausstattungsmerkmalen zählen Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert und 54 Chorgestühle. Der Pariser Tischler Falaize fertigte die Stühle 1522. Auch die Sammlung von Grabplatten aus Liaiskalkstein ist bemerkenswert; sie gilt als einzigartig in der Île-de-France. Bauzeit, kirchliche Ausstattung und Handwerksgeschichte geben dem Besuch mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Die Collégiale ist täglich von 9 bis 19 Uhr, im Winter bis 18 Uhr, außerhalb der Gottesdienste kostenlos zu besichtigen. Für Gruppen werden nach Reservierung Führungen mit Vorträgen angeboten, die 1,5 Stunden dauern. Zum jährlich stattfindenden Musikfest Fête de la Musique gibt es in der Kirche eine illuminierte und atmosphärisch gestaltete Führung. Wenn Sie Ihren Besuch an einem dieser Angebote ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Anreise die Besuchszeiten; für eine Gruppenführung ist die Reservierung erforderlich.
Aunoy: historische Architektur und Parkgestaltung
Das Domaine d’Aunoy bewahrt seine ursprüngliche Architektur aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sowie einen Teil seines im englischen Stil gestalteten Parks. Im April 1986 wurde es in die ergänzende Liste der Monuments historiques aufgenommen. Das Château d’Aunoy gilt als einer der ersten in Frankreich angelegten Parks im englischen Stil. Das private Château ist von der öffentlichen Straße aus sichtbar, kann jedoch nicht besichtigt werden; das Betreten ist verboten. Berücksichtigen Sie diese Grenze bei Ihrer Planung: Die Sichtbarkeit von der Straße aus ist keine Besichtigungsmöglichkeit.
Waschhausgeschichte und historische Persönlichkeiten
Am 20. Mai 1872 lenkte Bürgermeister Hubert Placide ROBICHON die Aufmerksamkeit des Gemeinderats auf den Bau eines öffentlichen Waschhauses in Champeaux. Das öffentliche Waschhaus bestand aus einem geschlossenen, überdachten Gebäude mit einem Becken, hölzernen Waschbrettern mit Eisenbeschlägen, einem Eingangshof und einer Waschküche. Die einzelnen Bauteile machen anschaulich, wie die Anlage für das gemeinschaftliche Waschen eingerichtet war.
Champeaux war der Geburtsort Guillaumes. 1113 gründete Guillaume in Paris die Abtei der Regularkanoniker von Saint-Victor.
Roiblay, Landschaft und Wegbezug
Die Chapelle Notre-Dame de Roiblay war besonders im 16. und frühen 17. Jahrhundert ein wichtiger Wallfahrtsort. Sie liegt am Hang eines Hügels oberhalb des als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Tals des ru d’Ancœur. Die Kapelle liegt in der Gemeinde Champeaux, gehört der Gemeinde Saint-Méry und liegt am Fernwanderweg GR1.
Davon getrennt zu betrachten ist die Balade à Champeaux: Sie führt bis zur Kreuzung mit dem Sentier de la Procession (GR1).
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