Mitry-Mory bietet zwei markante Zugänge zur Entdeckung: die Feuchtlandschaft des Moulin des Marais und ein vielfältiges Kulturerbe von geschützter Kirche bis Gartenstadt. Wer eine Unterkunft auswählt, kann zuerst überlegen, ob Natur, Ortsgeschichte oder kulturelle Themen den Aufenthalt prägen sollen. Der Rundweg „du tour de ville“ führt als pädagogischer Rundweg um den Bourg und vermittelt das bauliche, historische und natürliche Erbe von Mitry-Mory.
Moorlandschaft und Wald
Das Feuchtgebiet Moulin des Marais im Umfeld von Mitry-Mory ist das letzte erhaltene Relikt eines der größten Sumpfgebiete der Île-de-France. Ebenfalls im Umfeld weist das Moulin des Marais seltene alkalische Torfmoore der Île-de-France auf. Damit ist die Naturseite nicht nur durch Wald, sondern auch durch eine besondere Moorlandschaft geprägt.
Im nördlichen Wald können Spaziergänger unter Weißdornen einen geheimnisvollen „Menhir“ entdecken. Die Beschreibung dieses Fundorts gibt dem Wald ein konkretes Ziel, während die Torfmoore den ökologischen Charakter des Gebiets hervorheben.
Das Bois du Moulin des Marais ist als Espace naturel Sensible (ENS) eingestuft. Mit dieser Einstufung sollen die Bewaldung erhalten und ein Teil des Gebiets für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Das Espace naturel régional du Moulin des Marais ist über den Bahnhof Mitry-Claye mit dem RER B erreichbar.
Kirche, Gartenstadt und Kulturerbe
Die Kirche Saint-Martin ist als historisches Denkmal geschützt. In Saint-Martin werden eine große Salamanderfigur, die mit Franz I. verbunden ist, sowie das als Kulturerbe eingestufte Gemälde „Die Anbetung der Könige“ von Gabriel-François Doyen gezeigt. Architektur und Kunstwerke bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf den Ort.
Die Cité des cheminots ist eine 1925 errichtete Gartenstadt. Zu ihr gehören soziale Doppelhäuser, begrünte Gärten und gemeinschaftliche Einrichtungen. Die Arbeitergärten der Cité en Bois sind im französischen allgemeinen Inventar des Kulturerbes verzeichnet. Beide Themen verweisen auf unterschiedliche Aspekte des baulichen Erbes: auf die Gestaltung einer Siedlung und auf gemeinschaftlich genutzte Gärten.
Vom Château de Bois-le-Vicomte ist noch das alte Gewölbe der Haupttreppe erhalten. Es ist ein einzelnes konkretes Bauteil, das neben der Gartenstadt und Saint-Martin einen weiteren historischen Schwerpunkt setzt.
Auch das Kino Le Concorde gehört zum kulturellen Angebot des Orts. Über seine Zugehörigkeit zur Association des Cinémas de Recherche d’Ile-de-France (ACRIF) und zur Association Française des Cinémas d’Art et d’Essai (AFCAE) unterstützt es Kunst- und Arthouse-Filme für Erwachsene und ein junges Publikum. Der gemeinschaftlich genutzte Bienenstand stellt außerdem Produkte aus der Imkerei heraus.
Den Schwerpunkt für den Aufenthalt wählen
Für die Auswahl eines Hotels können Sie sich daran orientieren, welche Themen Ihnen wichtiger sind. Das Naturprofil umfasst Feuchtgebiet, seltene alkalische Torfmoore und Wald; für das Espace naturel régional ist der Bahnhof Mitry-Claye mit RER-B-Anbindung genannt. Beim Kulturerbe reicht die Auswahl von Kirche und Gartenstadt bis zu Kino und erhaltenem Treppengewölbe. Der Rundweg um den Bourg vermittelt bauliche, historische und natürliche Themen und bietet so einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken
Chessy, Thénisy, Chanteloup-En-Brie, Perthes, Bourron-Marlotte, Fontains, Sancy-Lès-Meaux, Chailly-En-Bière
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Et-Marne.