Zum Inhalt

Die Église Saint-Germain prägt das historische Profil von Montceaux-Lès-Provins: Ihre Baugeschichte reicht vom 12. bis ins 16. Jahrhundert, während das Priorat Saint-Germain bereits um das Jahr 1000 gegründet wurde. Dazu kommen die Erinnerung an die Kämpfe von 1914 und benannte Feuchtgebiete.

Église Saint-Germain: Priorat und Baugeschichte

Um das Jahr 1000 gründeten Benediktiner der Abtei Montier-la-Celle in Troyes das Priorat Saint-Germain in Montceaux-Lès-Provins. Die Pfarrkirche diente fast 600 Jahre lang als Sitz des ehemaligen Priorats Saint-Germain. Diese institutionelle Geschichte reicht damit weiter zurück als der Kirchenbau.

Der Bau der Église Saint-Germain begann im 12. Jahrhundert mit dem Kirchenschiff und wurde bis ins 16. Jahrhundert fortgeführt. Mit der Errichtung des Chors fand die Bauphase ihren Abschluss. Das Kirchenschiff markiert den Anfang, der Chor den Abschluss einer über mehrere Jahrhunderte verlaufenden Baugeschichte.

1926 wurde die Kirche als historisches Denkmal eingetragen; 1978 folgte eine teilweise Klassifizierung als historisches Denkmal. Zu den 1978 geschützten Bestandteilen zählen das Kirchenschiff, der Glockenturm, die beiden Seitenschiffjoche beiderseits des Glockenturms sowie die Ruinen des östlich gelegenen Chors und der Seitenschiffe. Die Teilklassifizierung umfasst damit benannte Bauteile ebenso wie Ruinen.

An der Nordwand des Kirchenschiffs befinden sich drei Grabplatten der Familie Lenharrée, der Herren von Montaceaux im 16. Jahrhundert. Sie ergänzen die Bau- und Prioratsgeschichte um einen konkreten Bezug zu einer Herrschaftsfamilie.

Die Kämpfe von 1914

Am 6. September 1914 zerstörte französische Artillerie den Glockenturm, um einen deutschen Beobachtungsposten zu beseitigen, der das Feuer der feindlichen Geschütze leitete. Dieses Ereignis verbindet die Kirche mit den Kämpfen des Ersten Weltkriegs und bildet einen zeitlich klaren Einschnitt neben der viel längeren Baugeschichte.

Der Cimetière Militaire in Montceaux-Lès-Provins vereint Gefallene, die größtenteils am 6. September 1914 während der Kämpfe in Montceaux-Lès-Provins ums Leben kamen. Kirche und Friedhof setzen unterschiedliche Akzente derselben historischen Zeit: Am Glockenturm steht die militärische Zerstörung im Mittelpunkt, beim Friedhof die Gefallenen der Kämpfe.

Gewässer und Feuchtgebiete

Der Ru de Volmerot und der Ruisseau de l’Etang sind natürliche Gewässermerkmale der Gemeinde. Le Bois Planté ist ein Feuchtgebietsbereich mit dem Ru de Volmerot und Teichen. Er gehört zu den Feuchtgebieten, deren Erhalt ökologische Korridore unterstützen soll. Der Ru de Volmerot ist damit sowohl als Gewässermerkmal als auch im Zusammenhang mit dem Feuchtgebietsbereich benannt.

Für Reisende, die neben Kirchen- und Ortsgeschichte auch Wasserlandschaften und ökologische Zusammenhänge einordnen möchten, eröffnet das einen weiteren thematischen Zugang zum Ort.

Anreise und Unterkunftssuche

Die RN4 ermöglicht eine schnelle Verbindung nach Paris. Sie können diese Straßenverbindung als einen Gesichtspunkt neben den kulturellen und landschaftlichen Themen in Ihre Reiseplanung aufnehmen. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Montceaux-Lès-Provins suchen, hilft es, Ihren Schwerpunkt vorab zu bestimmen: Interessiert Sie die Bau- und Prioratsgeschichte, die Erinnerung an den 6. September 1914 oder der Feuchtgebietsbereich Le Bois Planté? So können Sie die Ortswahl an Ihren Reiseinteressen ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Coutevroult, Bois-Le-Roi, Saint-Mammès, Ocquerre, Crécy-La-Chapelle, Villiers-Sur-Morin, Varreddes, Cesson.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Et-Marne.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.