Montry verbindet die Geschichte einer für Paris gebauten Wasserinfrastruktur mit historischen Orten aus mehreren Jahrhunderten. Das Aqueduc de la Dhuis wurde zwischen 1863 und 1865 für die Trinkwasserversorgung errichtet; im Château de la Haute Maison trafen sich Bismarck und Jules Favre während des Krieges von 1870. Diese Themen bieten unterschiedliche Blickwinkel auf den Ort: Wasserversorgung und technische Geschichte einerseits, historische Ereignisse andererseits.
Aqueduc de la Dhuis und Wege
Das Aqueduc de la Dhuis ist ein unterirdisches Bauwerk der Wasserversorgung. Es wurde zwischen 1863 und 1865 errichtet, um Paris mit Trinkwasser zu versorgen. Ein sechs Kilometer langer Abschnitt verläuft durch die Gemeinden Chessy, Coupvray und Montry. Damit ist Montry Teil eines genau benannten Abschnitts der Anlage; die Versorgungsaufgabe reichte bis nach Paris. Bauzeit und Zweck verorten das Aqueduc in der technischen Geschichte des 19. Jahrhunderts und erklären seine Bedeutung für die Wasserversorgung.
In Montry dient ein breiter, begrünter Weg dem Schutz des Aqueduc de la Dhuis. Prüfen Sie die örtlichen Wegbedingungen, wenn Sie ihn einplanen. Ein weiterer Wegbezug liegt am Château de Montry: Dort führt ein Besucherweg an der Umfriedung entlang. So stehen zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander – der Schutz des unterirdischen Aqueduc und die Orientierung an der Umfriedung des Château.
Bauwerke und historische Zeiträume
Die ehemalige Kirche Notre-Dame de l’Assomption wurde 1185 von Simon, dem Bischof von Meaux, errichtet. Das Baujahr reicht deutlich weiter zurück als die Bauzeit des Aqueduc im 19. Jahrhundert. Die frühere Kirche und das unterirdische Wasserbauwerk verweisen damit auf zwei verschiedene historische Themen und Zeiträume: kirchliche Baugeschichte und technische Infrastruktur.
Im Château de la Haute Maison trafen sich Bismarck und Jules Favre während des Krieges von 1870. 1940 wurde das Château zu einem der drei alliierten Hauptquartiere. Die beiden Ereignisse liegen siebzig Jahre auseinander und beschreiben unterschiedliche historische Rollen: einmal ein Treffen, später der Status als Hauptquartier. So lässt sich die Geschichte des Château anhand zweier klar verschiedener Zeitpunkte einordnen.
Das Château de Montry ist vom Château de la Haute Maison zu unterscheiden. In seinem Park steht ein außergewöhnlicher Japanischer Schnurbaum, ausgezeichnet als „Arbre remarquable de France“. Die ähnlich gebildeten Château-Namen bezeichnen hier unterschiedliche lokale Bezüge: Die Haute Maison ist mit den Ereignissen von 1870 und 1940 verbunden, während der Park des Château de Montry für den ausgezeichneten Baum steht.
Anreise und Angebot vor Ort
Montry Condé ist eine Haltestelle der Tramlinie T14, die Esbly mit Crécy-la-Chapelle verbindet. Das gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt für die Anreise mit dieser Linie. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrplaninformationen.
Die Médiathèque de Montry ergänzt die Ortsgeschichte um ein konkretes Angebot: Erwachsene und Kinder können dort kostenlos Bücher, DVDs und Zeitschriften ausleihen. Da sich Bestände und Ausleihbedingungen ändern können, informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Regelungen.
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