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Der Tuf de la Celle überragt die Seine um mehr als 20 Meter und ist ein öffentlich zugänglicher, sensibler Naturraum. Ein 100 Meter langer Rundweg führt Besucher durch das Gebiet. Bei einem pädagogischen Rundgang lassen sich anhand von Gesteinen und geologischen Ablagerungen die Fauna und Flora vor 400.000 Jahren sowie die Besiedlung des Ortes durch Homo heidelbergensis nachvollziehen. So treffen ein kurzer Naturweg und ein weit zurückreichender Blick in die Erd- und Menschheitsgeschichte zusammen.

Naturraum und Wege

Der Rundweg „Autour du Mont Vernou-La Celle“ ist ausgewiesen und durch CODERANDO77 gelb markiert. Er wechselt zwischen Wald- und Feldabschnitten, führt zu den verschiedenen Weilern der Gemeinde und in das Tal des ru Flavien. Im Vergleich zum 100 Meter langen Rundweg am Tuf steht hier nicht ein einzelner Naturraum, sondern der Wechsel von Landschaft und Weilern im Vordergrund. Prüfen Sie vor dem Wandern die Wegverhältnisse.

Mühlen, Festungen und Schlösser

Im Vallée des Moulins trieb das Wasser des ru Flavien die Mühlen an. Auf einem Plan von 1785 sind dort sieben Mühlen verzeichnet. Sie waren bis zum Ende des 19. oder bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Betrieb. Der Plan gibt einen Blick auf die Mühlen im Jahr 1785; die Betriebszeit reicht in eine spätere Epoche. So lassen sich ein konkreter Zeitpunkt und die längere historische Nutzung des Tals unterscheiden.

Auf dem Gelände des Domaine du château de Graville wurde um 1235 eine erste Festung errichtet. Ab 1580 begann dort der Bau eines neuen Schlosses. Die beiden Daten markieren weit auseinanderliegende Bauphasen: Sie erzählen von einer frühen Befestigung und einem späteren Schlossbau, nicht von einem einzigen Baubeginn.

Zwei Anwesen sind teilweise als historische Denkmäler geschützt; ihre Schutzbereiche setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Beim Château de Beaurepaire umfasst der Schutz die Fassaden und Dächer des Schlosses, die Nebengebäude, das Eingangstor mit seinen Pavillons und seiner Mauer sowie den Taubenschlag. Beim Domaine d’Argeville gehören der Park, die Nebengebäude, die Einfriedung, das kleine Tor zum Bauernhof und das Eingangstor dazu.

Sakrale Zeugnisse

In der Kirche von Vernou werden Reliquien des heiligen Fortuné bewahrt, darunter Reliquien seines Kopfes. In der Kirche Saint-Fortunat befindet sich ein polychromes Reliquiarbüstenbildnis aus Holz von Saint Fortuné aus dem 17. Jahrhundert. In der Kirche von La Celle-sur-Seine befindet sich ein Kreuz mit der Darstellung Christi am Kreuz aus dem 14. Jahrhundert. Das Kreuz und die Reliquiarbüste markieren unterschiedliche Zeitpunkte sakraler Kunst; die Reliquien verweisen zusätzlich auf die Verehrung des heiligen Fortuné.

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