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Rundweg und Ysieux-Landschaft

Die offizielle Rundstrecke „Découvrir Chaumontel“ beginnt und endet an der Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité. Sie gilt als sehr leicht, ist 3,9 Kilometer lang und dauert etwa eine Stunde. Mit dieser ungefähren Zeitangabe lässt sich der Spaziergang als Programmpunkt einplanen; prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Aufbruch, denn sie können sich ändern. Die Route führt über eine Fußgängerbrücke über den Ysieux. Außerdem verläuft sie über die Rue de la République, um das Industrieerbe entlang der Rue de Paris zu besichtigen. Ein Rundgang führt zur Fontaine au Lion.

Der Ysieux durchquert Chaumontel von Osten nach Westen; der Ort liegt ungefähr auf halber Strecke des 15 Kilometer langen Flusses. Sein Tal wurde 2002 klassifiziert. Chaumontel gehört außerdem zum Regionalen Naturpark Oise–Pays de France, der durch ein Dekret vom 13. Januar 2004 geschaffen wurde. Der Ysieux entspringt in Fosses und fließt in Richtung der Abtei von Royaumont. So lässt sich der Ortsrundgang an einem konkreten Fluss- und Landschaftsbezug orientieren, während der längere Flusslauf über Chaumontel hinausweist.

Kirche und historische Bauwerke

Die Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert wiederaufgebaut. In ihrem Inneren befindet sich eine hölzerne Marienfigur mit Kind aus dem späten 14. Jahrhundert. Für den Besuch der Kirche können Sie den Schlüssel im Rathaus oder in der Apotheke anfragen; prüfen Sie diese Regelung vorab. Zwischen Kirche und Schule erinnert ein Beinhaus daran, dass der Friedhof die Kirche bis 1854 umgab. An der Rue de la République liegen zwei Waschhäuser aus dem 19. Jahrhundert: eines hinter dem Kriegerdenkmal, das andere zwischen den Hausnummern 23 und 25.

Das Château du Prasley ist Privatbesitz und von der Straße aus nicht sichtbar. Erhalten sind wassergefüllte Gräben und Türme eines Herrenhauses aus dem 14. Jahrhundert. In der Umgebung liegt auch die Ferme des Nonnains auf dem Gebiet von Luzarches. Sie trug früher den Namen „Chaumontel-les-Nonnains“; bei der Ferme gibt es Überreste einer Kapelle.

Industriegeschichte und lokale Birne

Chaumontels Industriegeschichte zeigt sich in unterschiedlichen Spuren. Die ehemalige Fabrik Agam Branson hat Sheddächer in W-Form; neben ihr steht ein vollständig aus Ziegeln errichtetes Direktorenhaus. Die industrielle Tätigkeit entstand am Standort der früheren Getreidemühle Moulin de Glanne, die bis zur Französischen Revolution in Betrieb war. Im 19. Jahrhundert gab es in Chaumontel außerdem Werkstätten für sogenannte Chantilly-Spitze.

Auch die Bésy de Chaumontel gehört zur Ortsgeschichte: Um 1750 züchtete der Gärtner des Schlosses diese Birne durch Veredelung. Sie gilt als Birne des Typs „beurré“, mit schmelzendem Fruchtfleisch und einer Ernte im Winter. Die Verbindung von Handwerk, früherer Industrie und Birnenzüchtung ergänzt den Rundgang um eine Geschichte, die über die Bauwerke hinausgeht.

Hotelzimmer und Planung

Das Château de Chaumontel bietet seit Anfang 2026 insgesamt 33 Hotelzimmer, die auf das Schloss und einen Weiler verteilt sind.

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