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In Osny liegen historische Kulturorte und weitläufige Grünflächen als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts nebeneinander: Das Château de Grouchy, zwei Museen und die gotische Église Saint-Pierre-aux-Liens erzählen von der Geschichte des Ortes. Der Parc de Grouchy ergänzt diese Entdeckungen mit Gärten, Wasserläufen und Spazierwegen. So lässt sich Osny sowohl über seine Bau- und Sammlungsgeschichte als auch über seine Parklandschaft kennenlernen.

Château de Grouchy und Parc de Grouchy

Das Château de Grouchy ist ein neoklassizistisches Schloss aus dem späten 18. Jahrhundert. 1945 wurde es als schutzwürdiger Ort eingetragen, 1990 folgte die Aufnahme in das Ergänzungsinventar der historischen Denkmäler. Heute ist das Château ein Kulturzentrum: Regelmäßig finden dort Konzerte, Konferenzen und Ausstellungen statt; auch eine Dauergalerie gehört zum Angebot. Da das Programm wechseln kann, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Termine vor der Reise.

Zum Landschaftspark des Château zählen ein französischer Garten, Terrassen und Statuen ebenso wie ein Taubenschlag, ein Liebestempel, ein Gemüsegarten, ein Eiskeller und ein Teich. Der Parc de Grouchy umfasst 39 Hektar und liegt im Stadtzentrum von Osny. Große Rasenflächen wechseln sich mit bewaldeten Bereichen ab; ein weitläufiges Netz von Wasserläufen prägt die Anlage zusätzlich. Die verschiedenen Parkelemente machen den Ort auch für einen Spaziergang interessant, der nicht allein auf die Schlossarchitektur ausgerichtet ist.

Im Parc de Grouchy sind morgendliches Joggen, Erholung und Spaziergänge mit der Familie möglich. Zu einem solchen Spaziergang gehört auch ein Halt am Karussell. Wer lieber eine längere Runde plant, findet in Osny fast 16 Kilometer Wander- und Spazierwege. Dazu zählen Wege durch den Parc de Grouchy und entlang der Ufer der Viosne. Vom Park aus führen außerdem Wege zum Weiler Immarmont. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuelle Routenführung.

Kirche und historische Sammlungen

Die Église Saint-Pierre-aux-Liens ist eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, errichtet auf vermutlich romanischen Fundamenten aus dem 12. Jahrhundert. Nach ihrer Zerstörung während des Hundertjährigen Krieges wurde sie wiederaufgebaut und 1479 geweiht. Auch einzelne Teile der Kirche haben eigene Denkmalschutzdaten: Der Chor wurde 1926 in das Inventar der historischen Denkmäler aufgenommen, der Glockenturm 1948. Bei einer späteren Innenrenovierung wurden Fresken und Reste einer Polychromie aus dem 16. Jahrhundert freigelegt.

Das Musée William-Thornley befindet sich im Dachgeschoss des Château de Grouchy. Die öffentliche Sammlung ist dem postimpressionistischen Künstler William Thornley gewidmet. Bei Wechselausstellungen werden mehr als 200 Zeichnungen, Lithografien, Aquarelle und Gemälde im Wechsel gezeigt; außerdem präsentiert das Museum Werke von Alexandre René Véron, Jules-Jacques Veyrassat, Camille Pissarro und Edmond Eugène Duc. Gruppen empfängt das Museum nach vorheriger Anmeldung. Für den Weg dorthin können Sie von der Haltestelle Osny der Linie J mit dem Bus 35 bis zur Haltestelle Château de Grouchy fahren oder durch den Parc de Grouchy zum Museum gehen. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen und Wege.

Das Musée départemental des sapeurs-pompiers befindet sich seit 1999 in den ehemaligen Stallungen des Château de Grouchy. Inhaltlich reicht seine Darstellung der Entwicklung des Feuerwehrberufs vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein besonders für Kinder vorgesehener Raum beherbergt eine umfangreiche Spielzeugsammlung; die ältesten Stücke stammen aus dem 19. Jahrhundert. Damit setzt das Museum einen anderen Akzent als die Kunstsammlung William Thornleys: Hier stehen Feuerwehrgeschichte und Spielzeug im Mittelpunkt, dort die Werke eines postimpressionistischen Künstlers.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Val-D'oise.

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