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Die Kathedrale Saint-Maclou, ein Museumsgarten mit Panoramablick auf die Oise und die Geschichte der Stadt geben Pontoise ein vielseitiges Kulturprofil. Für die Planung lohnt es sich, unterschiedliche Schwerpunkte zu betrachten: sakrale Architektur, Kunstsammlungen, Stadtentwicklung, Flusslandschaft und lokale Traditionen.

Saint-Maclou und die Baugeschichte

Seit 1966 ist Saint-Maclou die Kathedrale von Pontoise; zugleich ist sie als Monument historique klassifiziert. Ihre Baugeschichte zeigt mehrere Epochen an verschiedenen Teilen des Gebäudes: Frühgotische Elemente des 12. Jahrhunderts finden sich am Chorabschluss und am Querhaus. Die Fassade stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist der flamboyanten Gotik zuzuordnen; die Seitenkapellen zeigen den Renaissancestil des 16. Jahrhunderts. Auch die Ausstattung umfasst unterschiedliche Entstehungszeiten. Dazu zählt die von Nicolas Leprince geschaffene „Mise au tombeau“ in der Passionskapelle, die 1545 fertiggestellt wurde. Im südlichen Seitenschiff befinden sich Buntglasfenster, die Édouard Didron 1887 schuf. Wer sich für Bau- und Kunstgeschichte interessiert, kann so Stil, Gebäudeteil und zeitliche Einordnung zusammen betrachten. Die Kathedrale prägt außerdem das historische Zentrum von Pontoise.

Sammlungen und Oise-Blick

Das Musée d’Art et d’Histoire Pissarro–Pontoise (MAHPP) präsentiert eine Auswahl aus den historischen Sammlungen der Stadt und aus der 1980 gegründeten Sammlung des Musée Camille Pissarro. Neben Camille Pissarro sind Werke von Caillebotte, Béliard, Jiménez und Thornley vertreten. Das Museum befindet sich in einem Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses von Pontoise und überblickt die Oise. Der Park und die Terrasse bieten einen Panoramablick auf Pontoise und den Fluss. Der Park ist mittwochs bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr kostenlos zugänglich. Prüfen Sie die Regelung vor Ihrer Anreise, wenn Sie diesen Besuch einplanen.

Stadtgeschichte im Carré Patrimoine und unter der Stadt

Das Carré Patrimoine vermittelt mit innovativen Werkzeugen die Geschichte und städtebauliche Entwicklung von Pontoise. Zu den Themen zählen das mittelalterliche Erbe, die Brücken, die Renaissance, die Gegenreformation, das städtische Wachstum im 19. Jahrhundert und der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Carré befindet sich in der ehemaligen Officialité. Diese gehörte zusammen mit dem Hôtel d’Estouteville zum Grand-Vicariat de Pontoise, das Saint-Louis im 13. Jahrhundert gründete. Der Eintritt ist frei; der freie Zugang gilt mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr. Gruppenbesuche sind montags bis freitags nach Vereinbarung möglich. Prüfen Sie die Besuchsregelung vor der Anreise.

Auch das unterirdische Kulturerbe erschließt einen Teil der Stadtgeschichte: Es entstand durch Steinbrüche, die bis ins 14. Jahrhundert angelegt und ausgebeutet wurden. Das Fremdenverkehrsamt bietet sonntags Führungen durch dieses Erbe an. Eine Führung dauert zwei Stunden und umfasst die Wege zwischen verschiedenen unterirdischen Bereichen. Diese feste Dauer hilft Ihnen, den Termin als eigenen Zeitblock in die Planung aufzunehmen; prüfen Sie den Sonntagsplan vor Ihrer Reise.

Gartenwege an der Viosne

Der Jardin des Lavandières ist eine 12.247 m² große Promenade an der Viosne. In der Anlage ist ein Waschhaus erhalten. Spaziergänge führen in die Umgebung der Moulin de la Couleuvre und der Künstlerateliers. Zu Fuß erreichen Sie den Garten über die Rue de Rouen oder die Rue des Deux Ponts. Damit bietet der Ort einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte als Kathedrale und Kulturzentren: Hier stehen die Promenade, das erhaltene Waschhaus und die Lage am Fluss im Vordergrund. Die Wege und Zugänge geben Ihnen zugleich konkrete Anhaltspunkte für die Orientierung zu Fuß.

Ginglet und lokale Tradition

Der Ginglet ist ein Chardonnay-Weißwein und ein Wahrzeichen der Foire Saint-Martin. Auf den Hängen des Plateau Saint-Martin wurden 2002 700 Rebstöcke neu angepflanzt; damit wurde die Verkostung des Ginglet wieder möglich. So gehört neben dem Kulturerbe auch eine wiederbelebte Weinbautradition zum lokalen Profil. Wenn Sie eine Verkostung gezielt einplanen möchten, prüfen Sie vorab, ob sie während Ihrer Reise angeboten wird.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Val-D'oise.

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