Zum Inhalt

Auffargis verbindet Natur und Wasserbaugeschichte mit örtlichem Kulturerbe. Mehrere Wanderungen führen durch das Tal des ru des Vaux oder greifen das unter Ludwig XIV. angelegte Netz aus Teichen und Gräben auf. Waschhaus, Pfarrkirche, Galerie und Château setzen eigene kulturelle Akzente. So stehen bei der Reiseplanung unterschiedliche Interessen nebeneinander: eine Wanderung durch geprägte Landschaft und Einblicke in Bau- und Kunstgeschichte.

Landschaft und Wasserwege

Das Tal des ru des Vaux ist ein ökologisch besonders bedeutsamer Bereich des Regionalen Naturparks. In der Talsohle liegen Feuchtlebensräume; an den sandigen Hängen sind einzelne Bereiche von Sandsteinblöcken geprägt. Auffargis gehört außerdem zu den Gemeinden, die in die Réserve biologique dirigée de la Forêt de Rambouillet einbezogen sind. Diese Landschaftsmerkmale geben den Wanderungen einen klaren Naturbezug, während die historischen Wasseranlagen eine weitere, kulturgeschichtliche Perspektive eröffnen.

Drei Wanderungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Wanderung „Vallée intime et rigoles royales“ führt nach der Durchquerung des bewaldeten Tals des ru des Vaux entlang der unter Ludwig XIV. angelegten Teiche und Gräben. Ihre Abfolge verbindet den Talraum mit den königlichen Wasseranlagen. Wer sich für deren Geschichte interessiert, kann auch die Wanderung „L’aqueduc de Vieille-Église et les rigoles d’Auffargis“ wählen: Sie führt zur Erkundung eines Teils des hydraulischen Netzes, das Wasser zum Schloss Versailles leitete. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wegmarkierung.

Eine weitere Möglichkeit ist „De l’ancienne Sablière aux eaux“, eine fünf Kilometer lange Route im Bois domanial des Vindrins östlich von Auffargis. Die Wege unterscheiden sich damit in ihren beschriebenen Schwerpunkten: Tal und Wasseranlagen prägen die eine Wanderung, ein Teil des historischen Netzes die andere, während bei der Route durch den Bois domanial du Vindrins eine konkrete Streckenlänge genannt ist. Vor jeder Wanderung sollten Sie die örtlichen Bedingungen prüfen.

Waschhaus und Baugeschichte

Das Lavoir de Saint-Benoist ist ein Waschhaus im Art-déco-Stil. Die Familie Rothschild erbaute es 1929 und schenkte es den Bewohnern des Weilers. An der heutigen Pfarrkirche Saint-André lässt sich eine andere architektonische Zeit einordnen: Sie wurde 1854 erbaut; ihr Glockenturm mit Vorhalle ist typisch für die religiöse Architektur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Auch das Château de la Fontaine stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der Architekt Yver entwarf es 1876 für sich selbst. Zu seinen Merkmalen zählen Verzierungen aus Kalkstein und roten Ziegeln sowie Türme mit pfefferkannenförmigen Dächern. Waschhaus, Kirche und Château stehen für unterschiedliche Bauaufgaben und Formen: ein gemeinschaftlich genutztes Waschhaus, eine Pfarrkirche und ein Schloss mit markanten Dachformen.

Kunst und Fontaine du Roi

Im Manoir des Arts präsentieren Cyrille Morin und Muriel Chéné Glas- und Kristallarbeiten; eine Dauerausstellung zeigt ihre Werke. Da sich Öffnungsarrangements ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungsregelungen. Die Quelle Fontaine du Roi ist durch eine Kuppel aus Mühlsteinen geschützt. Im Garten der Fontaine du Roi gibt es für Spaziergänger einen geschützten Aufenthaltsbereich.

Bei der Auswahl zwischen den Wanderungen können Sie sich an den jeweils genannten Schwerpunkten orientieren: am bewaldeten Tal und den Teichen und Gräben, an einem Teil des historischen Wassernetzes oder an der fünf Kilometer langen Route im Bois domanial des Vindrins. Die Bau- und Kunstmerkmale ergänzen diese Natur- und Wasserbaugeschichte um weitere örtliche Themen.

Weitere Reiseziele entdecken: Andrésy, Maurepas, Garancières, Beynes, Jouy-En-Josas, Bailly, Orgerus, Buc

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yvelines.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.