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Für Mareil-sur-Mauldre stehen Kulturgeschichte und Flusslandschaft nebeneinander: Die Pont sur la Mauldre, die Église Saint-Martin und zwei historische Waschhäuser geben dem Ort konkrete Anker; zwei Wanderungen erschließen unterschiedliche Verläufe. Bei der Planung können Sie danach gewichten, ob historische Bauwerke, die Entwicklung der Mauldre oder eine Strecke zu Fuß den Schwerpunkt bilden. Baujahre, Schutzstatus und Flusslauf bieten dafür verschiedene Themen.

Kulturgeschichte an Bauwerken

Die Pont sur la Mauldre hat zwei Bögen. Die Bauarbeiten dauerten von April bis Dezember 1778; seit dem 23. Juli 1937 ist die Brücke als Monument historique eingetragen. Die Bauarbeiten liegen damit knapp 160 Jahre vor der Eintragung: Das eine Datum gehört zur Bauphase, das andere zum späteren Schutzstatus. Beides sind unterschiedliche historische Bezugspunkte für die Brücke.

Auch die Pfarrkirche Église Saint-Martin ist im ergänzenden Verzeichnis der Monuments historiques eingetragen. In ihrem Inneren befinden sich eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert und Wandfresken aus dem 17. Jahrhundert. Die beiden Kunstwerke verweisen auf klar getrennte Zeiträume: Die Pietà gehört in das 15. Jahrhundert, die Fresken in das 17. Jahrhundert. Damit bietet das Kircheninnere einen anderen zeitlichen Blickwinkel als die Baugeschichte der Brücke.

Waschhäuser und Ortsgeschichte

Ein Waschhaus nahe der Vallée Renault verfügt über zwei große Becken. Als Gesamtabmessung sind 7,6 m × 4,0 m × 0,6 m angegeben; fertiggestellt wurde es im Spätsommer 1876. Ein zweites öffentliches Waschhaus entstand 1885 im Ortszentrum am Anfang der Rue des Fontaines. Die beiden Bauten lassen sich nach Lage und Entstehungszeit unterscheiden: Das erste ist mit den Beckenmaßen und der Vallée Renault verbunden, das zweite mit dem Ortszentrum und dem Jahr 1885. So stehen zwei konkrete Ortsbezüge neben unterschiedlichen historischen Angaben.

Mauldre und Wanderrouten

Bei Mareil-sur-Mauldre wird die Mauldre breiter und tiefer, nachdem sie den Ru de Gally und den kleineren Petit Ru de Riche aufgenommen hat. Bis Épône bildet der Fluss Mäander und mündet dort in die Seine. Der Verlauf bietet zwei Maßstäbe für den Blick auf die Landschaft: die Veränderung nach dem Zufluss der beiden Wasserläufe und den weiteren Weg der Mauldre bis zu ihrer Mündung.

Fürs Wandern unterscheiden sich zwei konkrete Verläufe. Die Schleife „Autour de Mareil-sur-Mauldre“ führt zunächst entlang der Bahnstrecke und anschließend am Ru de Gally bis zur Maladrerie. Die Wanderung von Mareil-sur-Mauldre nach Épône verbindet die Bahnhöfe der beiden Orte und führt entlang der Mauldre durch die Landschaft. Damit steht eine Schleife mit zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten einer Bahnhof-zu-Bahnhof-Wanderung entlang des Flusses gegenüber. Prüfen Sie vor der Abfahrt die lokalen Bedingungen.

Anreise mit dem Zug

Am Bahnhof Mareil-sur-Mauldre fahren Transilien-Züge der Linie N in Richtung Paris-Montparnasse und Mantes-la-Jolie ab. Da sich der Zugverkehr ändern kann, prüfen Sie die Abfahrten vor der Reise.

Weitere Reiseziele entdecken: La Celle-Les-Bordes, Mittainville, Saint-Germain-En-Laye, Magnanville, Villennes-Sur-Seine, Coignières, Limetz-Villez, Dampierre-en-Yvelines.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yvelines.

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