Thoiry vereint ein als Museum genutztes Château mit Gartenkunst, einer Safari und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Für die Reiseplanung lohnt es sich, die unterschiedlichen Schwerpunkte im Blick zu behalten: Im Château stehen Architektur und Gartenanlagen im Mittelpunkt, im Thoiry Safari & Zoo der begehbare Park und die separate Safari-Strecke. Auch der Salon Mille et Un Fils setzt mit seinem zweijährlichen Rhythmus einen eigenen Terminakzent. Wer eine Unterkunft sucht, kann zuerst überlegen, welches dieser Themen den Aufenthalt prägen soll.
Château, Architektur und Gartenkunst
Das Château de Thoiry ist heute ein Museum. Teile des Anwesens sind als historisches Monument eingetragen, andere Teile als historisches Monument klassifiziert. Auch die Architektur bietet eigene Deutungsansätze: Ihre Proportionen beruhen auf dem Goldenen Schnitt und weiteren bemerkenswerten Verhältnissen und sollen der französischen Renaissance-Esoterik Ausdruck verleihen. Die transparenten Achsen der Fenster bilden zusammen mit dem Horizont das Konzept eines Sonnenkalenders.
Im französischen Garten schuf Claude Desgot 1715 eine bemerkenswerte optische Illusion, durch die die Perspektive scheinbar zurückweicht. Eine weitere Anlage mit klar benennbaren Dimensionen ist der grüne Irrgarten des Château: Er umfasst 5.600 Eiben, 2,3 Kilometer Wege und neun Brücken. Architektur, Blickführung und die Wege durch den Irrgarten geben der Gartenkunst jeweils einen eigenen Schwerpunkt.
Park und Safari unterscheiden
Der begehbare Park des Thoiry Safari & Zoo erstreckt sich über mehr als 90 Hektar und beherbergt mehr als 750 Tiere. Die Safari ist davon als eigene Strecke zu unterscheiden: Sie führt über acht Kilometer und ist mit dem eigenen Fahrzeug oder einem Safari-Truck zugänglich. Damit lässt sich die Planung an zwei unterschiedlichen Besuchsformen orientieren – einem Spaziergang durch den Park oder der Fahrt auf der Safari-Strecke.
Tierzahl, Betriebsumfang und Zugangsmöglichkeiten können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Anreise die aktuellen Informationen, besonders wenn die Wahl des Fahrzeugs für Ihre Planung wichtig ist.
Veranstaltung und Ortsgeschichte
Der Salon Mille et Un Fils findet alle zwei Jahre in Thoiry statt und bringt mehr als 20 Fachleute rund um Stickerei, Patchwork, Spitze, Nähen und Stricken zusammen. Zum Vorführungsprogramm gehören Klöppeln, Patchwork, Stricken, Zählstickerei, traditionelle Stickerei, Häkeln und Hardanger. Weil der Salon im Zweijahresrhythmus stattfindet, empfiehlt es sich, vor der Reise zu prüfen, ob eine Ausgabe in den geplanten Zeitraum fällt.
Auch mehrere Bauwerke erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Funktionen. Die Kirche Saint-Martin scheint aus dem 17. Jahrhundert zu stammen; der obere Teil ihres Glockenturms wurde 1639 errichtet. Die Croix-Buissée ist dauerhaft mit Buchsbaum geschmückt. Nachdem das ursprüngliche Kreuz beim Sturm von 1999 zerstört worden war, wurde es originalgetreu wiederaufgebaut.
Das Waschhaus wurde anhand von Originalplänen aus dem 19. Jahrhundert vollständig restauriert und wird von der Quelle Fontaine gespeist. Davon zu unterscheiden ist ein Brunnen auf einem Platz in Thoiry: Er wurde 1863 errichtet, um das Schloss mit Wasser zu versorgen. Zusammen zeigen diese Orte verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte, vom alltäglichen Wasserbedarf bis zur religiösen und baulichen Überlieferung.
Anreise mit dem Bus
Mit der Buslinie 78 ist Thoiry von Mantes-la-Jolie, Saint-Quentin oder Pontchartrain aus erreichbar. Von der Haltestelle Mairie de Thoiry sind es anschließend drei Gehminuten bis zum Château de Thoiry. Prüfen Sie die Busverbindung vor der Abfahrt erneut, damit Ihre Anreiseplanung zum aktuellen Fahrplan passt.
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