Ein alter traditioneller Weg verbindet den auf einem Hügel gelegenen Weiler Belvédère mit der Küstensiedlung Campomoro. In Belvédère-Campomoro treffen so Wanderwege durch Macchia und Küstenwiesen auf die Geschichte der genuesischen Türme.
Küstenlandschaft und Wanderwege
Das geschützte Naturgebiet Campumoru-Senetosa liegt südlich von Propriano in Corse-du-Sud. Es umfasst 2.300 Hektar und 24 Kilometer Küstenlinie, von der Pointe de Campumoru bis zur Anse de Tivedda. Granit, grüne Küstenwiesen und ausgedehntes Macchia-Gebüsch prägen die Landschaft; in der Macchia dominiert der Phönizische Wacholder. Der Küstenpfad Campomoro-Senetosa durchquert die Wiesen von I Pozzi und führt an den Felsspitzen Scoddi Longhi und Scalonu vorbei.
Die Rundwanderung Canuseddu folgt einem Bach und passiert alte Terrassen. Ihr Aussichtspunkt blickt auf die Küstensiedlung Campomoro. Auch I Pozzi führt durch Küstenwiesen, hier begleitet von Gehölzen aus Myrten und Wacholdern. Am Weg liegen eine Quelle und eine historische Tenne, auf der Weizen gedroschen wurde. Die Rundwanderung beginnt in Bassa Torra und dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten.
Eine andere Wegwahl bietet die Wanderung zwischen Belvédère und Campomoro: Sie führt durch Steineichen, hoch gewachsenes Macchia-Gebüsch und felsige Blockfelder und kann in beiden Orten begonnen werden. Für sie sind 1 bis 1¼ Stunden angegeben. Im Vergleich dazu ist I Pozzi als Rundwanderung beschrieben; die Zeitangaben können je nach Bedingungen variieren. So unterscheiden sich die Wege sowohl im Verlauf als auch in der eingeplanten Gehzeit.
Genuesische Türme und Geschichte
Die Tour de Campomoro eröffnet Ausblicke auf den Golf von Valincu, die entfernten Gipfel des Incudine und den Beginn der wilden Küste. Die genuesischen Türme Campumoru und Senetosa sind zu Fuß erreichbar. Die Tour de Campomoro und ihre befestigte Umfriedung wurden am 4. August 1992 als historisches Monument unter Schutz gestellt.
In der Tour befindet sich die Dauerausstellung „Barbaresques“. Sie behandelt die Geschichte der genuesischen Türme auf Korsika, die Invasionen der Barbaresken, die Plünderung von Sartène und den Bau der Tour de Campomoro. Zusammen mit der geschützten Architektur bietet die Ausstellung einen eigenen Zugang zur Geschichte der Küste: Sie stellt den Turmbau neben die Konflikte und Angriffe, die das Thema der Schau bilden.
Zugänge und Übernachtung im Naturgebiet
Das Naturgebiet Campumoru-Senetosa ist über das Meer und über zwei Landzugänge erreichbar: im Norden über die Pointe de Campumoru, im Süden über den Küstenpfad vom Hafen von Tizzà. Das Refuge de Senetosa liegt im Schutzgebiet und dient Wanderern als Raststätte auf den rund 60 Kilometern erschlossener Wege zwischen Campomoro im Norden und Tizzano im Süden.
Im Refuge de Senetosa können Wanderer, Reiter und Kajakfahrer saisonal höchstens ein oder zwei Nächte verbringen. Prüfen Sie das Übernachtungsangebot vor der Reise. Damit unterscheiden sich die Möglichkeiten vor Ort deutlich: Die Wege erschließen die Küstenlandschaft, während das Refuge einen zeitlich begrenzten Aufenthalt für die genannten Gruppen bietet.
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