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Bonifacio lässt sich über ganz unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen: Die Befestigungsanlagen und Kirchen erzählen von einer langen Geschichte, während Spazierwege und Ausblicke die Küste in den Mittelpunkt rücken. Auch Aktivitäten am Strand und ein Besuch des geschützten Lavezzi-Archipels setzen eigene Akzente. Überlegen Sie bei der Planung, ob Sie Ihre Zeit vor allem der Baugeschichte, der Landschaft oder dem Wasser widmen möchten – und berücksichtigen Sie bei einzelnen Unternehmungen deren jeweilige Zugangsbedingungen.

Bastion und genuesische Baugeschichte

Das Bastion de l’Étendard ist ein historisches Monument der Zitadelle. Es überragt den Hafen aus 25 Metern Höhe und gilt als höchstes Bastion Frankreichs. Erklärende Tafeln und Videoprojektionen vermitteln dort die Geschichte von 1.000 Jahren Befestigungsanlagen. So stehen an diesem Ort sowohl das Bauwerk selbst als auch die Entwicklung der Verteidigungsanlagen im Mittelpunkt.

Auch die Kirchen setzen unterschiedliche historische Schwerpunkte. Die Église Sainte-Marie-Majeure gehört zu den ältesten Monumenten der genuesischen Kolonie: Die Pisaner begannen ihren Bau im 12. Jahrhundert, im folgenden Jahrhundert vollendeten ihn die Genuesen. Die Église Saint-Dominique wiederum ist das einzige Gebäude auf Korsika, das ursprünglich vollständig im gotischen Stil entworfen wurde. Le Gouvernail verweist auf eine weitere militärische Funktion: Der Ort diente ursprünglich dazu, die Hafeneinfahrt zu überwachen und den Verkehr durch die Bouches de Bonifacio zu kontrollieren.

Ausblicke und Besuche an der Küste

Der Escalier du Roy d’Aragon besteht aus 189 unregelmäßigen Stufen. Von dort eröffnen sich Ausblicke auf das Meer, Sardinien und die Klippen. Für den Zugang sind geschlossene, flache Schuhe vorgeschrieben; für den Besuch wird ein Helm ausgeliehen. Prüfen Sie diese Zugangsregel vor Ihrem Besuch. Wer die Landschaft von einem anderen Aussichtspunkt aus betrachten möchte, findet bei der Ermitage de la Trinité einen weiteren Blick über die Bouches de Bonifacio und die zerklüftete Küste Sardiniens. Die Ermitage liegt auf 200 Metern Höhe.

Der Meeresfriedhof von Bonifacio liegt dem Meer zugewandt und wird als Ort für einen Halt oder Besuch empfohlen. Bei der Ermitage de la Trinité finden außerdem im Juni und September Wallfahrten und Prozessionen statt. Wenn Sie gezielt wegen einer dieser Traditionen reisen, informieren Sie sich vorab über den konkreten Termin.

Spaziergänge, Natur und Wasser

Die Strada Vecia ist eine alte genuesische Straße, die auf einem größeren Teilstück weiterhin zu Fuß begangen werden kann. Sie führt durch Macchia-Landschaften und an wilden Stränden entlang. Am Sentier Campu Rumanilu brüten mehrere Vogelarten in den umgebenden Sträuchern; die Flora ist dort teilweise selten und endemisch. Beide Beschreibungen geben unterschiedliche Anlässe, den Blick beim Gehen auf die Landschaft und ihre Natur zu richten.

Ein Spazierweg führt von Piantarella in Richtung Sperone und passiert Ruinen aus der Römerzeit. Vom kleinen Sperone aus lässt sich die Strecke in etwa 40 Minuten bis zum großen Sperone fortsetzen. Am Strand von Piantarella sind Wingfoilen, Kitesurfen und Seekajak möglich; auch Schnorcheln im Herzen des Meeresnaturschutzgebiets Bouches de Bonifacio wird dort genannt. Prüfen Sie vor der Teilnahme die Bedingungen auf dem Meer.

Die Lavezzi-Inseln sind ein granitischer Archipel und als Zone mit verstärktem Schutz im Naturschutzgebiet Bouches de Bonifacio eingestuft. Sie sind ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar. Informieren Sie sich vor der Reise über den Transport auf dem Seeweg. Damit unterscheidet sich dieser Besuch schon bei der Anreise von den Spaziergängen und Besichtigungen an Land.

Weitere Reiseziele entdecken: Campo, Zévaco, Sotta, Alata, Évisa, Balogna, Tizzano, Tolla.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Corse-Du-Sud.

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