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Castelnaudary lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte kennenlernen: die Geschichte des Canal du Midi, Architektur und Aussicht sowie die Tradition des Cassoulet. Für Ihre Reiseplanung hilft diese Gliederung bei der Frage, ob Sie Wasserbau und Kulturerbe, sakrale Baukunst oder Kulinarik besonders interessiert.

Canal du Midi und Grand Bassin

Der Canal du Midi wurde zwischen 1666 und 1681 erbaut und ist seit 1997 als Welterbe der UNESCO eingetragen. In Castelnaudary gehören die vier Schleusen von Saint-Roch zum Kulturerbe des Kanals. Die Schleusen geben dem Thema Wasserbau einen konkreten Bezugspunkt; die UNESCO-Eintragung ordnet den Kanal zugleich in einen größeren Kulturerbe-Zusammenhang ein.

Das Grand Bassin ist ein sieben Hektar großes Gewässer und zwischen Toulouse und Sète einzigartig. Es bildet damit einen eigenen landschaftlichen Schwerpunkt neben den historischen Bauwerken. Wenn Sie Ihre Interessen für einen Aufenthalt ordnen, stehen hier zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander: die Geschichte und das Kulturerbe des Kanals sowie die Größe und besondere Einordnung des Gewässers.

Museum, frühere Gerichte und Aussicht

Das Musée du Lauragais befindet sich im ehemaligen Gefängnis der Stadt, neben dem Présidial, einem früheren Zivil- und Strafgericht. Diese Nachbarschaft macht die frühere Nutzung beider Gebäude zu einem greifbaren Teil des örtlichen Kulturerbes: Das Museum war ein Gefängnis, das Présidial ein Gericht. Das Musée du Lauragais überragt außerdem das Grand Bassin und bietet einen außergewöhnlichen Blick auf die Montagne Noire und die Pyrenäenkette.

So kommen an diesem Ort ein historisches Gebäude und ein weiter Landschaftsblick zusammen. Für Ihre Auswahl zwischen den Kulturthemen Castelnaudarys ist das ein anderer Akzent als bei den Schleusen oder der Kirche: Hier sind sowohl die frühere Funktion des Museumsgebäudes als auch die Aussicht auf zwei Gebirgskulissen prägende Merkmale.

Südgotische Architektur und Orgel

Die Collégiale Saint-Michel weist einen südgotischen Baustil auf. In der Kirche befindet sich zudem eine Orgel von Cavaillé-Coll. Wer sich für Architektur interessiert, kann die Baustilbeschreibung als konkreten Anhaltspunkt nehmen; das Instrument ergänzt diesen Schwerpunkt um ein eigenes kulturelles Merkmal. Beides gehört zum Profil derselben Kirche, ohne dass die Angaben dasselbe beschreiben: Der Baustil betrifft die Architektur, die Orgel ein Ausstattungsmerkmal.

Hafen und Zugang

Der Hafen von Castelnaudary ist für Fußgänger, Radfahrer und Bootsbenutzer zugänglich.

Cassoulet und Besuch bei Maison Escudier

Maison Escudier ist seit 1920 in Castelnaudary tätig und pflegt bis heute eine Tradition sowie besonderes Know-how für Cassoulet, Wurstwaren, Konfiertes und Gänseleber. Damit steht neben Bauwerken und Landschaft auch die Esskultur als eigener Reiseanlass. Das Angebot verbindet die Geschichte des Cassoulet von Castelnaudary mit der des Hauses und seinen Spezialitäten.

Zum Besuch gehören ein Film, eine Führung durch die Werkstätten und eine Verkostung. Die Kombination aus Besuch und Verkostung dauert 45 bis 50 Minuten und ist für Gruppen ab 20 Personen vorgesehen. Diese Gruppengröße und die angegebene Dauer sind für die Planung wichtig: Das Format richtet sich an größere Gruppen und bietet für sie einen klar umrissenen Zeitrahmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Couiza, Sonnac Sur L'hers, Serviès-En-Val, Davejean, Alaigne, Caves, Villemoustaussou, Durban-Corbières.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aude.

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