Lasbordes verbindet eine vielschichtige Baugeschichte mit einem konkreten Radbezug. Wer ein Reiseziel anhand von Kulturgeschichte oder einer Radetappe auswählt, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Saint-Christophe und das Aqueduc de Tréboul prägen die Baugeschichte, während die Route L'échappée des 23 écluses Lasbordes erreicht.
Saint-Christophe: Kirche aus mehreren Epochen
Die Kirche Saint-Christophe wurde um 1150 errichtet. Zunächst diente sie als Schlosskapelle, später als Pfarrkirche. Ein Wiederaufbau gegen Ende des 13. Jahrhunderts schuf eine gotische Kirche mit einschiffigem Langhaus. Dieses ist in vier Joche gegliedert; der Chor endet in einer Apsis. Die frühe Entstehung und die gotische Gestalt gehören damit zu unterschiedlichen Bauphasen.
Auch Malereien und Ausstattung führen in spätere Jahrhunderte. Die Kirche weist Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert auf. 1679 wurde ihr Hauptaltaraufsatz bei dem aus Carcassonne stammenden Bildhauer Jean-Jacques Mélair in Auftrag gegeben. Der untere Bereich des Aufsatzes ist mit sechs großen salomonischen Säulen geschmückt. So stehen mittelalterliche Wandmalereien einer Altarausstattung gegenüber, deren Auftrag mehrere Jahrhunderte später erfolgte.
Das Aqueduc de Tréboul
Das Aqueduc de Tréboul ist ein vierbögiger Aquädukt- beziehungsweise Brückenbau Vaubans. Dominique Gillade errichtete ihn 1687 bis 1689; im 19. Jahrhundert wurde der Bau verbreitert. Errichtung und spätere Veränderung sind zwei unterscheidbare Phasen. Zusammen mit der bis ins 12. Jahrhundert zurückreichenden Kirchengeschichte erweitert das Aquädukt den zeitlichen Blick auf die Baugeschichte von Lasbordes bis in die frühe Neuzeit und das 19. Jahrhundert.
Ortsgrundriss und historische Spuren
Der kreisförmige Ortsgrundriss von Lasbordes ist bis heute als Erbe mittelalterlicher Stadtplanung erhalten. Saint-Christophe nimmt die zentrale Position am Standort des ehemaligen Schlosses ein. In der Feudalzeit befand sich außerdem eine Komturei in Lasbordes. Damit umfasst die Ortsgeschichte neben den erhaltenen baulichen Merkmalen auch eine weitere historische Einrichtung aus der Feudalzeit.
Radroute und Fahrplaninformationen
Die Radroute L'échappée des 23 écluses erreicht Lasbordes 1,8 Kilometer nach dem Abbiegen an der Écluse de la Criminelle. Die Distanz bezieht sich auf den Abschnitt nach dieser Abzweigung, nicht auf die Gesamtlänge der Route. Da die Routeninformation örtlichen Wegweisungsbedingungen unterliegt, prüfen Sie die Markierung vor der Fahrt. Zur LIO-Buslinie 403 veröffentlicht die Website der Gemeinde Lasbordes Fahrplaninformationen. Prüfen Sie den aktuellen Fahrplan vor der Reise.
Pasta aus eigenem Hartweizen
Das Domaine de Périès stellt Pasta aus eigenem Hartweizen her. Der Weizen wächst auf sorgfältig ausgewählten Parzellen, die ausschließlich für die eigene Produktion bestimmt sind. Für Reisende, die sich auch für die Herkunft lokaler Lebensmittel interessieren, ist das ein konkretes Beispiel: Anbau und Pastaherstellung sind über den eigenen Rohstoff miteinander verbunden.
Bei der Wahl eines Aufenthalts in Lasbordes können Sie daher unterschiedliche Interessen gewichten: die Bau- und Ortsgeschichte, den Radbezug oder die lokale Lebensmittelproduktion. Die Kirchengeschichte reicht vom frühen Bau über den gotischen Wiederaufbau bis zur Ausstattung des 17. Jahrhunderts; das Aqueduc ergänzt sie um eine weitere Baugeschichte. Für die Planung der Radetappe und der Busfahrt sind die aktuelle Wegweisung und die veröffentlichten Fahrplaninformationen praktische Bezugspunkte.
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