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Auf einem Hang im Herzen der Weinberge des Limouxin liegt Magrie. Das Dorf verbindet die Weinlandschaft am Fuß der Pyrenäen mit einem kreisförmig angelegten Zentrum, pittoresken Straßen und einer romanischen Kirche. Wege zu den Weinberghütten und eine jährlich stattfindende Kunstausstellung ergänzen das Bild. So können Sie Landschaft, lokale Erzeugnisse und Geschichte als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten.

Weinberge und regionale Weine

Bemerkenswerte Sonneneinstrahlung, ein besonderer landschaftlicher Rahmen und ein einzigartiges Terroir am Fuß der Pyrenäen prägen die Weinberge von Magrie. Aus ihnen stammen Crémant und Blanquette de Limoux mit AOC sowie Weiß- und Rotweine. Landschaft und Erzeugnisse gehören hier zusammen: Der Weinbau prägt die Umgebung und bringt zugleich die genannten Weine hervor. Wer sich für regionale Weinkultur interessiert, kann Magrie über diese Verbindung von Terroir und Produkten einordnen – neben der Dorfgeschichte und den Wegen zu den Weinberghütten.

Wege und Weinberghütten

Der Chemin de Cabanes bildet eine etwa fünf Kilometer lange Runde, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd zurückgelegt werden kann. Der Chemin des Cabanes ist eine fünf Kilometer lange Wanderung am Fuß des Pic de Brau. Unterwegs lassen sich Weinberghütten entdecken; der Weg schlängelt sich um das Flussbett der Corneilla.

In der Vallée de la Corneilla haben Winzer aus Magrie und Cournanel steinerne Weinberghütten von jeweils etwa neun Quadratmetern restauriert; weitere Hütten werden regelmäßig restauriert. Die restaurierten Hütten werden „Cathédrales de vignes“ genannt und von der Association Entre Magrie et Cournanel betreut. Der Beiname – „Weinkathedralen“ – verbindet die Bauten mit der Weinlandschaft. Ihre ungefähre Fläche gibt ihnen zugleich einen konkreten Maßstab. So treffen auf den Wegen landschaftliche Eindrücke und kleine Steinbauten aufeinander, die von Winzern aus beiden Gemeinden restauriert wurden.

Dorfkern und mittelalterliche Spuren

Die Boucle de Magrie führt zurück nach Magrie. Das Dorfzentrum ist kreisförmig angelegt; pittoreske Straßen und die romanische Kirche Saint-Julien-et-Sainte-Basilisse gehören zu den prägenden Merkmalen des Ortes. Ein Teil der Kirchenarchitektur zeugt von der Anwesenheit der Hospitaliter des Johanniterordens.

Die Vizegrafen Guillaume d’Alaigne und Roger de Béziers überließen die Ländereien Magries den Templern und den Hospitalitern des Johanniterordens. Unter deren Ägide wurde Magrie 1186 eine Hospitaliterkomturei. Auch ein verfallener Weiler liegt an der Boucle de Magrie; sein Ursprung reicht ins Mittelalter zurück. Während die Komturei mit dem Jahr 1186 verbunden ist, wird der Weiler allgemein mittelalterlichen Ursprungs zugeordnet. Kirche, Dorfstruktur und Weiler eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.

Kunst am Ende der Weinlese

L’Art s’invite à Magrie findet jedes Jahr am Ende der Weinlese als multidisziplinäre Kunstausstellung statt. Einwohner öffnen dafür ihre Keller und Garagen; zusätzlich werden Gemeinderäume genutzt, um Magrie in eine Galerie unter freiem Himmel zu verwandeln. Die genutzten Orte können von Ausgabe zu Ausgabe variieren. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf das Ereignis abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe.

Weitere Reiseziele entdecken: Castans, Mazerolles-du-Razès, Douzens, Roquefort-De-Sault, Paziols, Rennes-Les-Bains, Sigean, Lavalette.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aude.

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