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Eine ungewöhnliche Spur des Canal du Midi in Paraza ist die Église Notre Dame de l’Assomption: Sie ist eine „versetzte Kirche“ und ihre Geschichte ist eng mit dem Kanalbau verbunden. Von dieser Geschichte führen weitere Themen zu Bauwerken und Dorfwegen; der Balcon de Paraza öffnet den Blick auf die Aude-Ebene, während im Château de Paraza Wein und Schlossgeschichte eine Rolle spielen.

Canal du Midi: Baugeschichte und Erinnerung

Der Pont-canal du Répudre wurde 1676 begonnen und war 1680 nahezu fertiggestellt. Das Aqueduc du Répudre am Canal du Midi ist seit dem Erlass vom 19. November 1942 als historisches Denkmal geschützt. Die Jahreszahlen machen die Bauphase greifbar; der Denkmalschutz gibt einen weiteren historischen Bezugspunkt.

Auch Pierre-Paul Riquet ist mit der Bauzeit verbunden: Während des Baus des Canal du Midi diente das Château de Paraza ihm als Wohnsitz. Ein kleiner Weg führt vom Canal du Midi zum Château de Paraza. So kommen Baugeschichte und ein konkreter Weg zwischen Kanal und Schloss als unterschiedliche Aspekte des Aufenthalts zusammen.

Wasser und Dorfgeschichte auf Rundgängen

Der Rundgang „À la conquête de l'eau“ widmet sich der Wasserversorgung im Dorf. Informationstafeln zeigen, wie sie im Lauf der Geschichte bis heute geregelt wurde. Vorgestellt werden eine Noria, die Überreste einer Wassermühle, Brunnen einschließlich der Fontaine Fraiche, Quellen und frühere Reservoirs. Der Rundgang verbindet damit verschiedene Arten von Wasserstellen und Anlagen in einer historischen Erzählung.

„Au fil du vieux Paraza“ setzt einen anderen Schwerpunkt: Der Rundgang führt durch das alte Dorf, und Straßennamen vermitteln einzelne Bruchstücke seiner Geschichte. Wenn Sie zwischen den beiden Wegen wählen, richtet sich der Blick beim ersten auf die Wasserversorgung, beim zweiten auf die historische Bedeutung der Straßennamen. Beide Themen erschließen sich über unterschiedliche Details des Dorfes.

Riquets Bauzeit als Escape-Game

Das Escape-Game „Dans la peau de Riquet à Paraza“ erklärt, wie Pierre-Paul Riquet die Probleme bewältigte, die beim Bau des Canal du Midi in Paraza auftraten. Vier Stationen und vier Aufgaben strukturieren das Spiel. Damit steht hier nicht ein Bauwerk oder ein Rundgang im Mittelpunkt, sondern Riquets Problemlösungen während der Bauzeit. Das ergänzt den historischen Blick um eine Aufgabe, die sich gezielt mit diesem Teil der Kanalgeschichte befasst.

Blick auf die Landschaft und Kultur am Kanalufer

Vom Balcon de Paraza reicht der Blick über die Aude-Ebene; im Hintergrund liegen die Corbières und die Pyrenäen. Diese Landschaftsperspektive unterscheidet sich von den historischen Themen im Dorf und am Canal du Midi.

Am Ufer des Canal du Midi zeigt das CLAP regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Außerdem bietet es kreative Workshops, Vernissagen und Musikabende an. Wer neben Bauwerken und Rundgängen auch Ausstellungen oder Veranstaltungsformate in den Aufenthalt einbeziehen möchte, findet hier einen anderen kulturellen Schwerpunkt.

Wein und Schlossgeschichte im Château de Paraza

Im Château de Paraza werden Weinproben und Weinverkauf angeboten. Dabei lassen sich die Weine und die Geschichte des Schlosses entdecken. Ergänzend gibt es Einführungsworkshops zur Weinverkostung: Sie stellen Grundlagen der Önologie und verschiedene Rebsorten vor. Damit setzen die Formate unterschiedliche Akzente: Die Proben verbinden Weine und Schlossgeschichte, während die Workshops Grundlagen und Rebsorten in den Mittelpunkt rücken. Zusammen mit Riquets ehemaligem Wohnsitz während des Kanalbaus ergibt sich ein eigener Zugang zur Geschichte und zum Wein im Château.

Weitere Reiseziele entdecken: Tournissan, Arquettes-En-Val, Nébias, Lespinassière, Loupia, Labastide-En-Val, Verzeille, Villeneuve-Les-Corbières.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aude.

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