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Durfort-et-Saint-Martin-de-Sossenac verbindet Baugeschichte mit Wegen, die von der Geschichte der Hugenotten bis zum Weinbau führen. Dazu kommen ein bemerkenswerter Mammutfund und Spuren früherer Wirtschaftsformen. So lässt sich der Ort aus unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken: über seinen Donjon und seine historischen Gebäude, auf Wegen durch Weinberge und Garrigue oder mit Blick auf die Geschichte der Landschaft.

Ortsgeschichte zwischen Donjon und Mammutfund

Durfort ist als „Circulade Languedocienne de l’an mille“ klassifiziert und um seinen Donjon angeordnet. Das ehemalige Château de Durfort und der Donjon stammen aus einer Hauptbauphase des 12. Jahrhunderts; vermutlich wurden sie von den Bermond de Sauve errichtet. Der Denkmalschutz umfasst den Herrschaftsturm sowie die Fassaden und Dächer des Nordflügels. Diese Teile wurden am 1. September 2008 unter Schutz gestellt.

Auch die religiösen Bauwerke zeigen verschiedene Kapitel der Ortsgeschichte. Der Tempel besitzt zwei übereinanderliegende Reihen von Emporen und wurde 1821 wiederaufgebaut. Die Kirche Saint Thomas im Dorf wurde 1687 erbaut. Die ehemalige Pfarrkirche Saint-Martin wurde 1686 verwüstet und von den Kamisarden in Brand gesetzt. Zusammen reichen die geschichtlichen Spuren damit vom mittelalterlichen Donjon über Bauten des 17. Jahrhunderts bis zum Wiederaufbau des Tempels im 19. Jahrhundert.

Ein anderer Zugang zur Vergangenheit führt zum Mammouth de Durfort: Das Mammut wurde 1869 bei Straßenbauarbeiten in Durfort gefunden. Der Rundgang zum Mammut zeichnet seine Geschichte von diesem Fund bis zu den letzten Ausgrabungen im Jahr 2022 nach. Damit steht neben der Bau- und Ortsgeschichte auch ein konkreter paläontologischer Fund im Mittelpunkt.

Zur Industriegeschichte gehören die Blei-Silber- und Zinklagerstätten von Durfort. Sie sind Teil des Bergbauensembles der Minen von Pallières und wurden mindestens seit dem 13. Jahrhundert ausgebeutet. Im Wald führen Wege außerdem zu Überresten ehemaliger Obstgärten und historischer Köhlereien. Diese Spuren verweisen auf frühere Nutzungen der Landschaft, ohne dass sie mit einer bestimmten einzelnen Mine gleichgesetzt werden müssen.

Wanderwege, Radrunde und Weinbaulandschaft

Durfort liegt als Etappe am internationalen Wanderweg „Sur les Pas des Huguenots“. Der Kulturweg des Europarats behandelt die Geschichte von Zuflucht und Exil der Hugenotten. Eine andere Möglichkeit, die Gemeinde in die Reise einzubeziehen, bietet die Radrunde „Le Tour du Piémont Cévenol“, die durch Durfort-et-Saint-Martin-de-Sossenac führt. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Auf dem Wanderweg steht die Hugenottengeschichte im Mittelpunkt; die Radrunde führt durch die Gemeinde.

Der Themenweg „Jeux de vignes, je dis vin!“ erschließt eine weitere Landschaftsperspektive. Er verläuft durch Garrigue und die Weinberge des Duché d’Uzès und vermittelt lokale Weinbaugeschichte, Rebsorten und Arbeiten im Weinberg. Der Blick richtet sich damit sowohl auf die Umgebung als auch auf die Arbeit, die den Weinbau prägt. Wer lieber Waldspuren als Weinberge betrachtet, findet auf Waldwegen Überreste ehemaliger Obstgärten und historischer Köhlereien.

Reiten und Wein vor Ort

Das Haras de Durfort bietet Einzel- und Gruppenreitunterricht sowie Ausritte an. Die Ausritte dauern je nach Leistungsniveau eine Stunde oder länger; das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und Leistungsstufen. Für die Planung ist diese Abhängigkeit vom jeweiligen Niveau wichtig: Sie gibt den Rahmen für die Dauer eines Ausritts an, ohne eine einheitliche Zeit für alle Teilnehmenden vorauszusetzen.

Auch Wein gehört zu den konkreten Angeboten des Ortes. Die Cave Coopérative Les Coteaux Cevenols produziert Bio-, Terra-Vitis- und konventionelle Weine mit den Bezeichnungen IGP Cévennes und AOP Duché d’Uzès und bietet Weinverkostungen an. Zusammen mit dem Weinbau-Themenweg ergibt sich so ein eigener Schwerpunkt, der Landschaft und lokale Weinproduktion verbindet. Für die Auswahl zwischen den verschiedenen Entdeckungen können Sie unterscheiden, ob Sie sich eher für den historischen Ortsaufbau, Hugenottengeschichte, Landschaftswege, Reiten oder Wein interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Christol-Lès-Alès, Saint-Gervasy, Méjannes-Le-Clap, Allègre-Les-Fumades, Bez-et-Esparon, Saint-Julien-de-Cassagnas, Villeneuve-Lès-Avignon, Montfaucon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gard.

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