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Fourques liegt an der Gabelung von Grand Rhône und Petit Rhône, dort, wo das Camargue-Delta entsteht. Flusslandschaft, Radwege und Ortsgeschichte geben dem Aufenthalt verschiedene Schwerpunkte: Eine Radroute führt durch Feuchtgebiete und Teiche, während Brücke, Kirche, Erinnerungsorte und historische Bauwerke unterschiedliche Kapitel der Vergangenheit aufgreifen. Für die Wahl eines Reiseziels können Sie so abwägen, ob Sie Fourques vor allem wegen seiner Landschaft oder seiner Geschichte interessiert.

Brückengeschichte und Ortsgeschichte

Die Pont suspendu de Fourques wurde nach einem Brückenprojekt des Ingenieurs Marc Séguin am 1. April 1830 in Betrieb genommen. Die Pont de Fourques ist seit 1988 als „Monument historique“ eingetragen und geschützt. Die Jahreszahlen markieren zwei unterschiedliche Aspekte: 1830 die Inbetriebnahme, 1988 den Beginn des Schutzstatus. An der Ecke von Les Lices und dem Vieux Pont zeigt der Rhônomètre die Entwicklung der Deichhöhen seit dem 12. Jahrhundert. Diese lange Zeitspanne ergänzt die Geschichte der Brücke um einen Blick auf die Veränderungen der Deichhöhen über viele Jahrhunderte.

Auch weitere Orte und Objekte setzen eigene Akzente. Die Kirche von Fourques ist dem heiligen Martin von Tours geweiht und trägt außerdem den Namen Saint Sixte. Der Mur des Justes erinnert an die Familie Baud, die als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet wurde, weil sie während des Zweiten Weltkriegs zwei jüdische Kinder beherbergte und versteckte. Ein Sarkophag mit zwei Plätzen stammt wahrscheinlich aus dem 1. oder 2. Jahrhundert. Das Château Boissy d’Anglas ist ein von Mauern umgebenes Schloss, dessen Existenz bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht; es scheint auf den Resten einer römischen Villa errichtet worden zu sein. Bei diesem Ensemble treffen also unterschiedliche Formen der Ortsgeschichte aufeinander: religiöses Erbe, Erinnerung an Menschen und Ereignisse sowie bauliche und archäologische Zeugnisse.

Flusslandschaft und Radwege

Die Voie verte Beaucaire-Fourques verläuft zwischen Rhône und Petit Rhône durch Feuchtgebiete und Teiche. Die Ufergehölze am Petit Rhône beherbergen eine vielfältige Vogelwelt. Die Route endet an der Hängebrücke von Fourques. Dadurch stehen auf dieser Strecke sowohl die Landschaft entlang des Weges als auch die Brücke als Endpunkt im Blick. Nördlich von Fourques können Radfahrer auf der ViaRhôna weiter in Richtung Port-Saint-Louis-du-Rhône oder Sète fahren. Diese Angabe bietet eine andere Orientierung: Während bei der Voie verte ihr Endpunkt in Fourques genannt ist, stehen bei der ViaRhôna zwei mögliche Weiterfahrtrichtungen im Mittelpunkt.

Anreise und Terminplanung

Fourques ist über die Nationale 113, die Autobahn A9 sowie über die CD570 durch die Camargue erreichbar. Die Journées Camarguaises finden jedes Jahr im April statt. Zum Programm gehören Abrivados, Bandidos und Manade-Wettbewerbe. Da sich die genauen Veranstaltungstermine ändern können, prüfen Sie diese vor der Reiseplanung für das gewünschte Jahr.

Für die Entscheidung, ob Fourques zu Ihrem Aufenthalt passt, können Sie die Ortsgeschichte und die Flusslandschaft als zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte betrachten. Wer sich für bauliches Erbe interessiert, findet hier unter anderem die Geschichte der Hängebrücke, das Château Boissy d’Anglas und den Rhônomètre. Wer Natur und Radfahren in den Vordergrund stellt, kann sich an der beschriebenen Voie verte und ihrer Landschaft zwischen den beiden Rhônearmen orientieren. Die Aprilveranstaltung bietet einen weiteren möglichen Terminbezug. Wählen Sie ein Hotel in Fourques, wenn diese örtlichen Themen zu dem Aufenthalt passen, den Sie planen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gagnieres, Garrigues-Sainte-Eulalie, Vallabrix, Lanuéjols, Aspères, Saint-Martial, Peyremale, Saint-Jean-De-Crieulon.

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