Zum Inhalt

In Lamelouze stehen Wanderwege, Natur und Baugeschichte nebeneinander. Der Sentier du roc troué, das Galeizon-Tal und die Kapelle Sainte Cécile sind konkrete Bezugspunkte für unterschiedliche Reiseinteressen. Lamelouze gehört zum Beitrittsbereich des Parc national des Cévennes.

Wanderwege und Natur

Der Sentier du roc troué ist einer von drei Fußwanderwegen in Lamelouze. Der benannte Weg lässt sich so in den Zusammenhang des Wanderangebots der Gemeinde einordnen, ohne für alle Wege zu stehen. Mehrere Forstwege durchqueren außerdem das gut erhaltene ZNIEFF-Gebiet im Galeizon-Tal bei Lamelouze und erleichtern den Zugang.

Das Galeizon-Tal ist sehr naturnah und teilweise sogar wild geblieben. Auch der Fluss selbst ist durch zwei Bezeichnungen hervorgehoben: Der Galeizon war der erste Fluss in Okzitanien, der mit dem Label „Rivière Sauvage“ ausgezeichnet wurde; außerdem erhielt er das Label „Rivière en bon état“. Im Tal kommen Südbarbe und Dohlenkrebs vor.

Das Gelände von Lamelouze ist ebenfalls Teil des Naturbildes. Auf einem Sockel aus Schiefer und Kalkstein weist die Gemeinde trockenen Boden und ein teils steil abfallendes Relief auf. Zur Baumvegetation gehören Steineichen, Kiefern und Kastanienbäume. So reichen die beschriebenen Naturmerkmale vom geologischen Untergrund und der Geländeform bis zu Baumarten und den im Tal vorkommenden Tieren.

Weiler, Kapelle und megalithische Bauwerke

Der Weiler Appens weist eine typische Architektur der Cevennen-Bergregion auf. Die Häuser sind auf den bewirtschafteten Terrassen stufenförmig angeordnet. Das macht neben einzelnen Gebäuden auch die Anordnung der Häuser zu einem Merkmal des Weilers. In Häusern sind außerdem Fragmente von Grabsteinen aus dem Friedhof der Äbte von Cendras eingefügt. Ihre Herkunft und ihre Einbindung in Häuser verbinden ein konkretes bauliches Detail mit einem historischen Bezug.

Die Kapelle Sainte Cécile wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist das einzige erhaltene Relikt eines ehemaligen Priorats. Ihre Mauern bestehen aus Schiefer, die Dächer aus Lauze-Platten. Die abgelegen stehende Kapelle befindet sich auf 481 Metern Höhe und überragt das Tal. Bauzeit, frühere Funktion, Materialien und Lage beschreiben unterschiedliche Seiten dieses einzelnen Bauwerks. Die Kapelle wurde während des Camisardenkriegs beschädigt; dieser historische Einschnitt ergänzt ihre Erbauung im 12. Jahrhundert und den Bezug zum ehemaligen Priorat.

Bei Peyraube befinden sich megalithische Bauwerke von besonderem Interesse. Damit beschränkt sich das Kulturerbe Lamelouzes nicht auf die Kapelle: Appens steht für die terrassenförmige Anordnung eines Weilers, Sainte Cécile für ein ehemaliges Priorat und Peyraube für megalithische Bauwerke. Wer Natur- und Kulturthemen bei der Wahl des Reiseziels gegeneinander abwägt, findet in Lamelouze konkrete Anknüpfungspunkte für beides.

Weitere Reiseziele entdecken: Sumène, Sommières, Boucoiran-Et-Nozières, Saint-Gervasy, Générargues, Saint-Jean-De-Ceyrargues, Saint-Hyppolyte-Du-Fort, Baron.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gard.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.