Ein etwa einstündiger Rundweg führt in Montfrin am Ufer des Gardon entlang und anschließend durch die historischen Gassen des Ortszentrums. Dazu kommen Bauwerke aus der Templer- und Renaissancezeit, ein Wochenmarkt am Dienstag und Weine des Château de Montfrin. Wer eine Unterkunft in Montfrin sucht, kann den Ort damit nach Fluss, Baugeschichte oder regionalen Produkten auswählen.
Rundweg, Fluss und Natur
Der Rundweg Au fil du Gardon (Petit Parcours) ist 2,3 Kilometer lang, als leicht eingestuft und mit etwa einer Stunde angegeben. Er beginnt und endet am Parking du Barri. Am Ufer verläuft er am Fuß des Château de Montfrin entlang; anschließend führt er in die historischen Gassen des Ortszentrums. Gelbe Markierungen und Wegweisung zeigen den Verlauf. Die ungefähre Stunde ist ein überschaubarer Zeitblock für die Tagesplanung. Prüfen Sie Wegangaben und Parkplatzsituation vor dem Aufbruch örtlich.
Für den Gardon in Montfrin werden Baden, Spaziergänge, Picknicks, Kanurennen und Angeln als Freizeitmöglichkeiten genannt. Bedingungen am Fluss und mögliche Einschränkungen können variieren; beachten Sie örtliche Hinweise, bevor Sie ins Wasser gehen. Der Fernwanderweg GR42 beginnt in der Nähe der Brücke von Montfrin. Lokale Routenbedingungen können sich ändern, informieren Sie sich deshalb vor dem Start. Bleistiftförmig zugeschnittene Baumstämme am Ufer des Gardon gelten als Zeichen für das Vorkommen zahlreicher Biber am Fluss. Beobachtungen von Wildtieren sind saisonabhängig und nicht garantiert.
Baugeschichte in Montfrin
Die Renaissancefassade der Maison Renaissance dite hôtel de Calvières stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das gesamte Gebäude ist durch einen Erlass vom 18. September 2003 als historisches Denkmal geschützt. Die Chapelle des Pénitents noirs wurde restauriert und beherbergt seit 1998 die Gemeindebibliothek von Montfrin. In der Kirche Notre-Dame de Malpas verbinden sich verschiedene Bauzeiten: Die Templer errichteten sie 1180, ihr Glockenturm stammt aus dem Jahr 1372. Außerdem beherbergt die Kirche ein Gemälde von Xavier Sigalon. In der Chapelle Notre-Dame de Pitié feierten die Schwarzen Büßer 1611 ihren ersten Gottesdienst.
Die historischen Stadtmauern von Montfrin waren 1.100 Meter lang, neun Meter hoch und einen Meter breit; zur Befestigung gehörten vier Tore und vorspringende Wachtürme. Auch die Geschichte der Commanderie Saint-Jean de Montfrin lässt sich zeitlich einordnen: Die Templer errichteten sie 1169. Bis 1312 war sie eine Templerkomturei, danach wurde sie zum Hospital des Heiligen Johannes. Der Schutz der ehemaligen Templerkomturei umfasst die Höfe und den Boden des ehemaligen Friedhofs, nicht aber den darauf errichteten Gemeindesaal. Er wurde durch Erlass vom 1. August 2003 festgelegt.
Das private Château de Montfrin steht als historisches Denkmal unter Schutz und wurde um einen antiken römischen Turm sowie den Bergfried der Templer errichtet. Prüfen Sie die touristischen Angaben, bevor Sie einen Besuch planen. Auf dem Gelände La Baume befindet sich ein troglodytischer Apié mit 75 Nischen. Apiés sind Bienenmauern.
Wochenmarkt und Wein
Der Wochenmarkt findet jeden Dienstag von 8 bis 12 Uhr am Cours Jean-Jaurès statt. Regionale Erzeuger bieten dort zahlreiche Produkte des Terroirs an. Marktzeiten und Zusammensetzung können sich ändern; prüfen Sie den Termin vor dem Besuch. Das Château de Montfrin erzeugt Weine in drei Farben und unter fünf AOC-Bezeichnungen. Zu den Rebsorten zählen Syrah, Grenache und Viognier. Das Sortiment kann sich ändern; prüfen Sie die aktuelle Auswahl, wenn eine bestimmte Rebsorte oder Bezeichnung für Sie wichtig ist.
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