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Keramik prägt den Ortsbesuch

Fast 40 Werkstätten von Töpfern, Keramikern und weiteren Kunsthandwerkern sind in Saint-Quentin-la-Poterie ganzjährig öffentlich zugänglich; ihre Zahl kann sich mit der Zeit ändern. Seit 1992 trägt der Ort das Label «Ville et Métiers d’Art». Für Reisende, die Keramik nicht nur als Museumsobjekt kennenlernen möchten, bieten die Werkstätten eine zweite Perspektive auf das lokale Kunsthandwerk. Der Ortsbesuch lässt sich zwischen Ateliers, Sammlungen und Kulturprogramm ausrichten; Wanderungen setzen dazu einen anderen Schwerpunkt.

Das Musée de la Poterie Méditerranéenne ist in einer ehemaligen Ölmühle aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Es erstreckt sich über etwa 400 m² auf zwei Etagen mit elf Sälen und umfasst mehr als 1.200 Gebrauchskeramiken. Zu sehen sind traditionelle glasierte Keramik aus Saint-Quentin-la-Poterie sowie Pfeifen und Terraillettes aus der Manufaktur Job Clerc. Daneben zeigt das Museum 700 glasierte, rohe und gebrauchsbezogene Keramiken aus dem Mittelmeerraum. So stehen örtliche Keramiktraditionen neben einem breiteren Mittelmeerraum-Bezug.

Gebäude, Aussicht und Kulturprogramm

Auch die Tour de l’Horloge bietet einen Blick in die Geschichte des Ortes: Ihr Sockel stammt aus dem 11. Jahrhundert. Über eine Treppe können Besucher bis ins dritte und oberste Stockwerk steigen. Von dort reicht das Panorama über die Region Uzège und das Herzogtum Uzès. Wer Kultur nicht nur in Sammlungen sucht, findet in La Maison, Capitale de la Céramique, ein öffentliches Empfangs- und Informationszentrum am Eingang des historischen Ortskerns. Jedes Kunsthandwerksatelier des Ortes ist dort durch ein Werk vertreten. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Modalitäten.

In der Salle d’exposition Joseph Monier werden unter anderem Ausstellungen wie der Concours de la Jeune Céramique, das FRAC und die Journées Métiers d’art gezeigt. Eine andere Form der Präsentation bietet der Keramikparcours Terralha: Er bringt rund 20 europäische Künstler ins Ortszentrum. Ihre Werke werden vorübergehend in privaten Räumen gezeigt, die dafür als Ausstellungsorte eingerichtet werden. Die beteiligten Künstler und Ausstellungsorte können von einer Ausgabe zur nächsten wechseln. Auch im größeren kulturellen Rahmen ist der Ort präsent: Als Attraktion ist Saint-Quentin-la-Poterie in die Route «L’Europe antique» der World Heritage Journeys of the European Union aufgenommen und wird dort gemeinsam mit dem Pont du Gard präsentiert.

Ferienangebote und Wege

Während der Ferien bietet Atelier Terre Einführungen in die Keramik und verschiedene Techniken der Tonmodellierung an. Das Angebot richtet sich an Anfänger, Familien und Kinder ab vier Jahren. Kursverfügbarkeit und Termine können sich ändern; prüfen Sie daher die konkreten Möglichkeiten für den gewünschten Ferienzeitraum.

Für eine Wanderung bietet der Rundweg La Madone eine klare Zeit- und Streckenangabe: Er ist 7 km lang, die angegebene Gehzeit beträgt zwei Stunden. Der Massargues-Rundweg setzt einen anderen Akzent und bietet einen Aussichtspunkt auf römische Mühlsteinbrüche. Eine weitere Naturbesonderheit ist der Aven de Valorgues, eine natürliche Wiederauftrittsquelle. Bei starken Niederschlägen tritt dort Wasser aus dem Untergrund hervor. So reicht die Auswahl vom Keramikschwerpunkt über Baugeschichte und Ausstellungen bis zu Wanderwegen und einem Naturphänomen, ohne dass die verschiedenen Ausflüge zu einer festen Route zusammengefasst werden müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Tavel, Saint-Gervasy, Le Vigan, Saint-Julien-de-Cassagnas, Fressac, Colognac, Saumane, Collias.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gard.

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