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La Malène vereint Zeugnisse der Ortsgeschichte mit markanten Landschaftsbezügen der Gorges du Tarn. Für die Planung lohnt es, beides auseinanderzuhalten: Die Kirche Saint-Jean-Baptiste und Castel Merlet geben unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte; der Roc des Hourtous ist ein Aussichtspunkt, während eine Wanderroute über Rieisse bis zum Tarn und zurück am Ufer verläuft. Auf dem Fluss sind außerdem Kanu- und Kajakfahrten möglich.

Landschaft der Gorges du Tarn

Der Roc des Hourtous ist ein Aussichtspunkt in der Gemeinde La Malène, von dem sich ein Blick auf die Détroits und den Cirque des Baumes bietet. Die Détroits sind 2 km lang. Dort wird der Fluss von zwei 50 Meter hohen Felswänden eingefasst, die sich bis auf 30 Meter verengen. Die Maße beziehen sich auf die Détroits; der Aussichtspunkt eröffnet dagegen den Blick auf diesen Abschnitt und den Cirque des Baumes.

Auch der Ortskern hat einen eigenen Landschaftsbezug: Im Bereich des Ortskerns bildet eine tiefe Einkerbung die Verbindung zum Causse Sauveterre. So gehören neben der Schlucht und ihren Felswänden auch der Bezug zum Causse zur Landschaft rund um La Malène.

Kirche und historische Spuren

Die Kirche Saint-Jean-Baptiste ist romanisch und wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von Ordensleuten aus Sainte-Enimie errichtet. Im Kirchenschiff wird das Gemälde „Saint Jérôme lisant“ von Luis Tristan de Escamilla aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt. Damit treffen im selben Bauwerk eine romanische Architektur und ein Werk aus dem 17. Jahrhundert aufeinander. Die Sühnekapelle in der Kirche enthält die sterblichen Überreste von 21 Einwohnern von La Malène, die während der Revolution hingerichtet wurden. Dieser Teil des Kirchenkomplexes verbindet die Geschichte des Ortes mit dem Schicksal seiner Einwohner.

Über dem Ortskern befinden sich auf dem Felsvorsprung Rocher de la Barre die Überreste des Castel Merlet, auch Castellum Melena oder Amarillès genannt. Zu den Spuren gehören Hinweise auf einen früheren Kultort; der Komplex wird ins 6. oder 7. Jahrhundert datiert. Der zeitliche Bogen reicht damit von diesem Komplex über die vermutlich im 12. Jahrhundert errichtete Kirche bis zum Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.

Wandern und Aktivitäten auf dem Tarn

Eine Wanderroute von La Malène führt über den Chemin du facteur nach Rieisse, steigt zum Tarn hinab und verläuft auf dem Rückweg über den Uferweg. Anders als der einzelne Aussichtspunkt ist die Route durch eine Abfolge benannter Orte und Wegabschnitte geprägt: Sie führt nach Rieisse, hinunter zum Fluss und auf dem Uferweg zurück.

Bei La Malène kann man im Tarn Kanu und Kajak fahren. Für die Gorges du Tarn insgesamt bieten Vermieter verschiedene Strecken an; nach der Fahrt werden die Teilnehmenden mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückgebracht. Saisonale Bedingungen können die Verfügbarkeit beeinflussen. Prüfen Sie deshalb vorab, welche Angebote im gewünschten Reisezeitraum bestehen. Auch die Tradition der Bootsfahrten in den Gorges du Tarn besteht bis heute fort.

Ein traditionelles Gericht

Coustillous, gegrillte Stücke vom Schweinerippchen, und geschmorte Kartoffeln gelten als traditionelles lokales Gericht von La Malène. So steht neben den historischen und landschaftlichen Themen auch ein konkret benanntes Gericht als kulinarischer Bezug zum Ort.

Wenn Sie ein Hotel in La Malène suchen, kann Ihr inhaltlicher Schwerpunkt die Auswahl strukturieren: Ortsgeschichte und Kunst, Schluchtlandschaft oder Aktivitäten auf dem Tarn.

Weitere Reiseziele entdecken: Rieutort-De-Randon, Saint-Laurent-De-Trèves, Rimeize, Chaudeyrac, Langogne, Moissac Vallée F., Lanuéjols, Marchastel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lozère.

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