Eine Kapelle, deren Geschichte bis ins Jahr 876 zurückreicht, und ein Netz markierter Wege: Pézilla-La-Rivière verbindet ein reiches Kulturerbe mit Angeboten rund um den Ecoparc Catalan. Die historischen Zeugnisse reichen von einem römischen Altar bis zu mittelalterlichen Befestigungen. Dazu kommen geführte Aktivitäten und eine Weinverkostung – unterschiedliche Anlässe, um den Ort nach den eigenen Interessen zu erkunden.
Kapelle und Kirche: Geschichte aus mehreren Jahrhunderten
Die Chapelle Saint Saturnin wurde erstmals im Jahr 876 erwähnt. Ihr Bau begann in romanischer Zeit; im 14. Jahrhundert wurde sie im gotischen Stil umgebaut und erweitert. Hinter dem Altar sind westgotische Gräber aus dem 7. und 8. Jahrhundert sichtbar. An der Kapelle treffen damit Baugeschichte und ein archäologisches Zeugnis aus einer anderen Epoche aufeinander.
In der Église des Saintes-Hosties stehen mehrere historische Kunstwerke und Ausstattungsstücke im Mittelpunkt. Dazu gehört ein römischer Altar aus dem 1. Jahrhundert, der Diana und Apollo geweiht ist. Die Kirche enthält außerdem eine westgotische Chorschranke aus dem 6. Jahrhundert. Ihre 28 Glasfenster zeigen Episoden aus der Geschichte der Saintes Hosties sowie Heiligenikonografie. Zusammen bieten diese Details verschiedene Zugänge zur Geschichte des Ortes: über antike Widmungen, frühmittelalterliche Kunst und die Darstellungen in den Fenstern.
Tore, Befestigungen und Ortsgeschichte
Die Porte du Revelli war das Haupttor von Pézilla-La-Rivière. Im 14. Jahrhundert wurde sie als Wehrturm in die Befestigungsanlagen der Stadt integriert. 1882 wandelte man das Tor in einen zivilen Glockenturm um; der schmiedeeiserne Campanile ist als historisches Denkmal klassifiziert. Der Wandel vom befestigten Stadttor zum Glockenturm lässt sich so an einem Bauwerk nachvollziehen.
Die Cellera von Pézilla entstand im frühen 11. Jahrhundert. Häuser ersetzten damals die Getreidespeicher, die um die Kirche errichtet worden waren, während ringsum Dorfbefestigungen angelegt wurden. Diese Entwicklung erzählt von einer Veränderung der Siedlungsform: Auf die Speicher rund um die Kirche folgten Häuser und Befestigungen. Ein weiteres Zeugnis der lokalen Tradition ist die Croix des Outrages, ein Kreuz katalanischer Tradition aus dem 18. Jahrhundert.
Wege und Aktivitäten im Ecoparc Catalan
Pézilla-La-Rivière gehört zu den vier Gemeinden, die in das 109 Kilometer lange Netz markierter Wege des Ecoparc Catalan einbezogen sind. Das Netz wurde im Juli 2025 eingeweiht. Es ist zu Fuß, beim Trailrunning und mit dem Mountainbike zugänglich und mit der Es Têt-Grünwegverbindung verbunden. Wer sich für Bewegung im Freien interessiert, kann daher zwischen mehreren Fortbewegungsarten wählen, ohne dass sie mit demselben Wegerlebnis gleichzusetzen sind.
Auch die weiteren Angebote des Ecoparc setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das kostenlose Escape Game Ecoparc ist ganzjährig verfügbar und umfasst eine Route in Pézilla-La-Rivière, auf der die Spielenden einen verzauberten Kelch bergen. Kostenlose geführte Gruppenbesichtigungen widmen sich der Erzeugung erneuerbarer Energie sowie der Entwicklung und Funktionsweise eines Windparks. Bei geführten Ausflügen mit geländegängigen Elektrorollern erkunden die Teilnehmenden das Natur-, Geschichts- und Technikerbe. So stehen ein spielerischer Handlungsstrang, ein thematischer Gruppenbesuch und eine geführte Tour auf Elektrorollern als klar unterschiedliche Formate nebeneinander.
Wein aus der Region
Im Arnaud de Villeneuve Caveau de Pézilla-La-Rivière werden Weine der Reihe Château Pezilla kostenlos verkostet. Die Besuchsdetails können sich ändern; prüfen Sie daher die aktuellen Angaben vor einem Besuch.
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