Zwei Seen, ein Weg rund um beide Gewässer und eine Verbindung zum Ortszentrum: Saint-Jean-Pla-De-Corts bietet konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt am Wasser. Dazu kommen Wassersportangebote und eine Baugeschichte mit deutlich datierten Kapiteln. Für die Planung lohnt es sich, die Aktivitäten am See und die historischen Themen als unterschiedliche Schwerpunkte zu betrachten.
Seen, Wege und Wasserangebote
Der Weg rund um die beiden Seen ist zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich. Davon zu unterscheiden ist die Voie verte: Sie verbindet die Seen mit dem Ortszentrum und ist zugleich Teil der grenzüberschreitenden Route Pirinexus. Damit können Sie eine Runde an den Seen und die Verbindung in den Ort in Ihre Planung einbeziehen.
Auf dem ersten See befindet sich der Aquapark Saint Jean, eine große aufblasbare Wasser-Spielanlage. Das Teleski Saint Jean bietet Wasserski, Kneeboard und Wakeboard für Anfänger bis Fortgeschrittene. Wer eine andere Aktivität sucht, findet am Water Jump des Teleski Saint Jean neun Rampen; zugänglich ist er ab vier Jahren. Die Angebote von Aquapark Saint Jean und Teleski Saint Jean, einschließlich des Water Jumps, können saisonal betrieben werden.
Die Basis FUN NAUTIQUE am See von Saint-Jean-Pla-De-Corts vermietet Tretboote, Stand-up-Paddle-Boards, Kajaks und Big-Paddle-Boards; die Vermietung kann saisonal erfolgen. So stehen neben den Angeboten des Teleskis und des Aquaparks auch verschiedene Mietmöglichkeiten auf dem Wasser zur Auswahl.
Am Badesee von Saint-Jean-Pla-De-Corts gibt es im Juli und August einen überwachten Strand. Prüfen Sie für Ihren Besuch die aktuellen Aufsichtsdaten vor Ort. Wassersport- und Freizeitangebote können saisonal betrieben werden; klären Sie daher vor der Reise, welche der gewünschten Aktivitäten zu Ihren Terminen angeboten werden.
Am Ufer des Sees liegt außerdem der Parc Les Aventuriers de Saint Jean. Er bietet naturbezogene Abenteuerparcours ab drei Jahren und zahlreiche Seilrutschen. Eine davon überquert den See und endet auf Höhe der Wasseroberfläche. Der Park öffnet saisonal, planen Sie den Besuch daher passend zu Ihren Reisedaten.
Baugeschichte und Handwerk
Der Chor der Kirche Saint-Jean Baptiste stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist vorromanisch gestaltet. Eine Glocke der Kirche aus dem Jahr 1657 ist als Monument historique eingetragen. Auch die Befestigungsanlagen, die die neue Cellera umgeben, erzählen von einer frühen Phase des Orts: Sie stammen aus dem 12. Jahrhundert. In der Bergfriedanlage wurde 1370 eine dem heiligen Johannes geweihte Kapelle in Auftrag gegeben.
Bei der Kapelle Saint-Sébastien treffen zwei weitere Bauzeiten aufeinander: Sie bewahrt einen Chor aus dem 14. Jahrhundert und ein im 18. Jahrhundert errichtetes einschiffiges Langhaus. Das Château von Saint-Jean-Pla-De-Corts diente den Königen von Mallorca als Sommerresidenz. Zusammen mit der Kirche und den Befestigungsanlagen ergibt sich so ein historischer Schwerpunkt, der sich klar von den saisonalen Freizeitangeboten am Wasser unterscheidet.
Ein eigenes Kapitel ist die Briqueterie Sainte-Marcelle. Sie ist heute die letzte noch aktive Ziegelei, die Cayrous für die Baudenkmäler der Region herstellt. Das Wissen in der Ziegelherstellung reicht bis 1735 zurück und wurde als immaterielles Kulturerbe Frankreichs anerkannt. Ein Besuch zeigt die Herstellungsschritte von der Rohlehmmasse bis zu den fertigen Terrakottaprodukten. Klären Sie den Zugang vorab, bevor Sie diesen Besuch einplanen.
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