Am Ende des Vanéra-Tals, auf über 1.500 Metern Höhe, liegt Valcebollère in einer von Stein geprägten Berglandschaft. Der Ort ist ein Ausgangspunkt für zahlreiche Spaziergänge und Wanderungen. Dabei begegnen Ihnen unterschiedliche Seiten der Gegend: ein Weg zur Erinnerung an die Flucht spanischer Flüchtlinge, Spuren des früheren Schieferabbaus und Routen mit ganz verschiedenen Anforderungen.
Erinnerungsweg und Spuren des Schieferabbaus
Der Chemin de la Retirada führt von Valcebollère bis zum spanischen Grenzstein 505. Sechs Tafeln zeichnen die Flucht spanischer Flüchtlinge nach. Der Weg verbindet damit eine konkrete Wanderung mit einem historischen Thema, das unterwegs an mehreren Stationen aufgegriffen wird.
Auch die früheren Schieferbrüche lassen sich auf Wegen erkunden. Auf dem Wanderweg der Schieferbrüche sind Überreste der Abbaustätten zu sehen: Unterstände der Schieferarbeiter und Terrassen, die mit Schiefersplittern übersät sind. Die Nordic-Walking-Strecke Nr. 3 „Discover the slate quarries“ führt bis zum Fuß alter Schieferbrüche. Der dort gewonnene Schiefer wurde für die Häuser des Dorfes und für Dächer in der gesamten Cerdagne verwendet. So stehen die sichtbaren Spuren des Abbaus in einem Zusammenhang mit der Bauweise der Gegend.
Routen nach Länge und Charakter unterscheiden
Die Wanderung PR 98 – Col de Queralps ist eine 14,2 Kilometer lange, sehr schwierige Rundwanderung mit einer angegebenen Dauer von 6 Stunden und 45 Minuten. Sie führt zum Grenzstein 506 und bietet ein Panorama auf die Cerdagne und Spanien. Grenzstein 505 gehört dagegen zum Chemin de la Retirada: Die beiden Nummern helfen, die unterschiedlichen Routen und ihre jeweiligen Themen auseinanderzuhalten. Von Valcebollère aus gibt es außerdem Ausblicke auf das Cerdagne-Tal.
Bei der PR 98 können Dauer und Schwierigkeitsgrad je nach Bergbedingungen variieren. Für die Route stehen GPX- und KML-Dateien zum Export auf ein GPS-Gerät oder ein anderes Navigationsgerät zur Verfügung; die Routenangaben können aktualisiert werden. Wer die Rundwanderung plant, sollte daher vor dem Aufbruch die aktuellen Angaben prüfen und die passende Navigationsdatei berücksichtigen.
Weitere Möglichkeiten setzen andere Akzente: Die Nordic-Walking-Strecke Nr. 2 „El camino de San Bernabé“ beginnt in Valcebollère und kann bis zur Kapelle San Barnabe verlängert werden. Ein Erinnerungsweg mit sechs Tafeln, Spuren des Schieferabbaus und eine lange, als sehr schwierig eingestufte Rundwanderung sind unterschiedliche Schwerpunkte für die Tourenplanung. Wenn Sie eine Ferienwohnung für Ihren Aufenthalt in Valcebollère suchen, kann diese Unterscheidung dabei helfen, die geplanten Tage an den Wegen und Themen auszurichten, die Sie besonders interessieren.
Église Saint-Félix und die Bauweise aus Schiefer
Zur Kulturgeschichte des Ortes gehört die Église Saint-Félix. Sie wurde 1219 geweiht und wird seit dem 13. Jahrhundert erwähnt. Das einschiffige Gebäude hat Wände und Dacheindeckungen aus Schiefer. Damit begegnet der Stein, der auch mit dem früheren Abbau und den Häusern des Dorfes verbunden ist, an einem weiteren Bauwerk im Ort. Für eine Entdeckung zu Fuß stehen so neben den Wegen auch historische und architektonische Anknüpfungspunkte zur Verfügung.
Welche Route im Mittelpunkt steht, lässt sich an der gewünschten Mischung aus Geschichte, sichtbaren Überresten und Wanderanforderung festmachen. Für eine konkrete historische Erzählung führt der Chemin de la Retirada zum Grenzstein 505; die PR 98 verbindet die Rundwanderung mit dem Panorama am Grenzstein 506. Die Schieferwege richten den Blick auf die früheren Abbaustätten und ihre Spuren. Prüfen Sie bei der Planung besonders für die lange PR 98 die aktuellen Routenangaben, damit Dauer und Anforderungen zu Ihrem Vorhaben passen.
Weitere Reiseziele entdecken: Villefranche-de-Conflent, Saint-Marsal, Latour-De-Carol, Caramany, Ille-Sur-Têt, Escaro, Saint-Cyprien-Plage, Cassagnes.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pyrénées-Orientales.