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Für eine Reise nach Linard stehen zwei gut unterscheidbare Schwerpunkte zur Wahl: der Rundwanderweg „Les Moulins“ durch grüne, sehr hügelige Landschaft und Baugeschichte, die sich anhand konkreter Reste und architektonischer Merkmale nachvollziehen lässt. Wenn Sie Ihre Übernachtung planen, können Sie zunächst überlegen, ob Bewegung im Gelände oder die Geschichte von Priorat, Schloss und Kirchen den Ausschlag geben soll.

Wandern mit klaren Zeitangaben

Der Rundwanderweg „Les Moulins“ ist 17 km lang und mittelschwer; zu Fuß dauert er etwa vier Stunden. Unter anderem nutzt er Wege und die gallorömische Straße. Er führt durch eine grüne, sehr hügelige Landschaft mit beschaulichen und erholsamen Landschaftsbildern. Für Ihren Tagesplan ist die Runde damit ein eigener Schwerpunkt. Die Wegbedingungen können variieren; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.

Gewässer in Linard und Malval

Der Bach Fayolle durchquert die Gemeinde Linard und mündet in die Petite Creuse. Diese grenzt an den unteren Teil der Gemeinde. In Malval trennt eine steile Schlucht den Ort vom Fluss; durch die Schlucht fließt der kleine Bach des Châtrains. Damit unterscheiden sich die Gewässerbezüge: Die Fayolle verläuft durch die Gemeinde, die Petite Creuse grenzt an deren unteren Teil, und der kleine Bach fließt durch die Schlucht bei Malval.

Baugeschichte von Malval

Das Priorat von Malval wurde 1038 gegründet. Das Château de Malval wurde im 12. Jahrhundert erbaut; während des Hundertjährigen Krieges nahm Du Guesclin das Château in Besitz. Heute zählen nur noch das befestigte Osttor, Reste des Wächterturms im Süden, der Donjon und ein nach hinten offenes Wachhäuschen zu den Ruinen. Bauzeit, Besitznahme während des Krieges und heutiger Ruinenbestand gehören zu unterschiedlichen Abschnitten der Geschichte; die einzelnen Bauteile geben dem heutigen Zustand eine konkrete Form.

Der Bau der Église Sainte-Valérie de Malval begann im 12. Jahrhundert; fertiggestellt wurde sie nie, weil das Kirchenschiff fehlt. Das gleiche Jahrhundert bezeichnet also unterschiedliche Vorgänge: den Bau des Château de Malval und den Beginn eines Kirchenbaus, der unvollendet blieb.

Kirchenarchitektur in Linard und Malval

Die Église Saint-Martin de Tours in Linard wurde um 1875 wiederaufgebaut. Zu ihrer Architektur gehören zwei Kapellen im Norden und Süden, eine fünfeckige Apsis und ein westlicher Glockenturm. Der Wiederaufbau um 1875 setzt sie zeitlich von den Bauvorgängen im 12. Jahrhundert ab. Im Vergleich zur Sainte-Valérie prägen hier Kapellenlage, Apsisform und Glockenturm die architektonische Betrachtung; bei Sainte-Valérie ist das fehlende Kirchenschiff entscheidend für den unvollendeten Bau. Die Kirchen bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Bauzustand auf der einen, Anordnung und Form mehrerer Bauteile auf der anderen Seite.

Die Jahresangaben beziehen sich ebenfalls auf verschiedene Vorgänge: auf die Gründung des Priorats, den Bau des Château, den Baubeginn der unvollendeten Kirche und den Wiederaufbau der Église Saint-Martin.

Weitere Orientierung

An einer Picknickfläche in Linard befinden sich in der Nähe Einstiege zu Wanderungen und eine Terra-Aventura-Aktivität. Einrichtungen und Aktivitäten können sich ändern; prüfen Sie vor dem Besuch, ob das Angebot noch besteht.

Weitere Reiseziele entdecken: Châtelus-Malvaleix, Saint-Dizier-Leyrenne, Évaux-Les-Bains, Saint-Dizier-La-Tour, Saint-Domet, La Souterraine, Parsac, Châtelus-le-Marcheix

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Creuse.

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