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Vigeville lässt sich über verschiedene Motive kennenlernen: Kirchenarchitektur und sakrale Kunst, ein geschützter Landschaftsbestandteil, ein interpretativer Rundweg sowie zwei unterschiedlich gelagerte Bezüge zum Namen „Tour Eiffel“. Für die Reiseplanung hilft diese Unterscheidung: Ein Teil der Themen ist historisch oder baulich, während der Wanderweg eine konkrete Gehstrecke mit eigener Dauer bietet. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts danach setzen, ob Sie sich eher für Kulturgeschichte, Landschaft oder eine leichte Wanderung interessieren.

Kirchen, Baugeschichte und Kunst

Die Eglise de Vigeville wurde im 15. Jahrhundert teilweise wiederaufgebaut. Ihr westliches Portal besitzt drei spitzbogige Archivolten zwischen Eckpfeilern. Archivolten sind die gestuften Bogenprofile, die ein Portal rahmen. Zusammen mit den Eckpfeilern formen sie die Gliederung des Eingangs. Die teilweise Wiederherstellung im 15. Jahrhundert und die genaue Gestaltung des Portals bieten zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für alle, die sich für die Geschichte und Bauformen der Kirche interessieren.

Die Eglise Notre Dame in Vigeville beherbergt polychrome Holzstatuen aus dem 18. Jahrhundert. Polychrom bedeutet mehrfarbig gestaltet. Material und farbige Ausführung setzen einen anderen kunsthistorischen Schwerpunkt als die Architektur des Westportals: Hier geht es um Holzskulpturen und ihre Gestaltung. Für einen kulturorientierten Aufenthalt lassen sich so Baugeschichte und sakrale Kunst als unterschiedliche Interessen betrachten.

Der Tilleul des Monts und seine Lage

Der Tilleul des Monts ist ein geschützter Landschaftsbestandteil in Vigeville; sein Schutzdatum ist der 31. Januar 1927. Er steht am Eingang des Dorfes Les Monts, wenn man aus Richtung Pionnat kommt, nahe der CD 4. Für die Orientierung sind damit Dorf, Annäherungsrichtung und Straßenbezug benannt. Wer sich für geschützte Landschaftsmerkmale interessiert, findet im Tilleul ein eigenes Naturmotiv mit konkreten Ortsbezügen.

Der Standort liegt außerdem auf der Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Cher und der Creuse. Eine Wasserscheide trennt Gebiete, aus denen Wasser in unterschiedliche Flusssysteme abfließt. Der Tilleul lässt sich damit sowohl bei Les Monts verorten als auch geografisch zwischen diesen beiden Einzugsgebieten einordnen. Das verbindet die lokale Orientierung mit einem größeren Landschaftsbezug.

Zu Fuß auf Le Sentier du Tilleul

Le Sentier du Tilleul ist ein interpretativer Wanderweg in Vigeville, auf dem Sie die lokale Tier- und Pflanzenwelt erkunden können. Die leichte Rundstrecke ist 3,4 Kilometer lang und dauert zu Fuß etwa eine Stunde und 15 Minuten. Sie führt durch Landschaft und kleine Waldstücke nahe dem Ortskern von Vigeville. Damit sind sowohl der Naturfokus als auch der Charakter der Wanderung benannt.

Im Vergleich zu den Kulturthemen ist der Rundweg die Aktivität, deren Umfang sich am genauesten für eine Gehzeit einordnen lässt: Distanz, Schwierigkeit und ungefähre Dauer sind angegeben. Das hilft, die Wanderung als eigenen Gehabschnitt in die Reiseplanung aufzunehmen.

„Tour Eiffel“: Grabmal und Geocache

Auf dem Friedhof von Vigeville ist die „Tour Eiffel“ das Grabmal von Claude Maudeux, der von 1904 bis 1923 Bürgermeister von Vigeville war. Diese Verbindung gibt dem Grabmal einen konkreten Bezug zur Ortsgeschichte und zu einer namentlich bekannten Person.

Ein Terra-Aventura-Geocache in Vigeville heißt „La Tour Eiffel“ und ist dem Poï’z Zarthus zugeordnet. Der ähnliche Name steht hier für ein anderes Thema: Auf dem Friedhof bezeichnet „Tour Eiffel“ das Grabmal, während „La Tour Eiffel“ einen Geocache meint. So können Sie die historische Ortsgeschichte und das Geocaching als unterschiedliche Interessen einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Viersat, Sermur, Saint-Merd-la-Breuille, Saint-Pardoux-Le-Neuf, Pionnat, Saint-Priest-La-Feuille, Sardent, Pontarion.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Creuse.

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