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Le Neufour verbindet eine lange Geschichte der Glasherstellung mit einer 25 Kilometer langen Waldroute. Die Glashüttengeschichte reicht vom 16. bis ins 19. Jahrhundert; die Wanderung führt von Le Neufour nach Varennes-en-Argonne und passiert Spuren des Ersten Weltkriegs. Auch die Kirche gehört zum kulturhistorischen Bild des Ortes: Ein Fenster zeigt den heiligen Franz von Assisi zusammen mit einem sterbenden Soldaten. Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Glashüttengeschichte und Erinnerungskultur oder Zeit für eine ausgedehnte Wanderung.

Glashütten: wechselnde Namen und Erzeugnisse

Unter der Bezeichnung „Verrerie des Recrêtes, puis Le Neuf Four“ folgten in Le Neufour von 1525 bis 1826 mehrere Werkstätten und anschließend eine Fabrik aufeinander. Das Jahr 1539 markiert den Beginn der überlieferten Geschichte der Verrerie du Cristallin in Le Neufour. Sie stellte Tafelgeschirr aus einem hochwertigen Glas her, das als „cristallin“ bezeichnet wurde. Zusammengenommen erzählen die Namen und Zeitangaben von einer Glashüttengeschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte.

Auch die Erzeugnisse änderten sich: Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts stellte die Glashütte Le Neuf Four Tafelgeschirr her. Danach kamen Flaschen in verschiedenen Arten und Größen, Gartenglocken sowie Gegenstände aus schwarzem Glas hinzu. Die Verreries du Neufour sind außerdem eine Station des Circuit Verre d’Argonne. Wer sich für die Glasgeschichte interessiert, findet hier also einen konkreten Bezug zu einem benannten Glaskultur-Rundweg.

Kirche und Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

Die Kirche von Le Neufour gehört zu den Kirchen im Pays d’Argonne, in denen Gedenkfenster zum Ersten Weltkrieg vorhanden sind oder waren. Ein Kirchenfenster zeigt den heiligen Franz von Assisi zusammen mit einem sterbenden Soldaten. Die regionale Einordnung und das konkrete Bildmotiv bieten zwei unterschiedliche Zugänge zur Erinnerungskultur: Die Kirche steht in einem größeren Zusammenhang von Gedenkfenstern im Pays d’Argonne, während das dargestellte Motiv einen bestimmten Bezugspunkt in Le Neufour setzt.

Eine lange Waldroute nach Varennes-en-Argonne

Die auf GR14B und GR14 dokumentierte Route führt von Le Neufour nach Varennes-en-Argonne. Sie ist 25 Kilometer lang und verläuft vollständig durch den Wald. Das ist eine ausgedehnte Wanderung, deren Streckenlänge bei der Planung des Tages berücksichtigt werden sollte. Prüfen Sie vor der Tour die Routenbedingungen.

Unterwegs führt die Route am Beinhaus der Haute Chevauchée vorbei. Entlang der Strecke sind außerdem Reste von Schützengräben und Trichter des Minenkriegs aus dem Ersten Weltkrieg erhalten. So treffen auf derselben Wegführung Wald und konkrete Spuren der Kriegsgeschichte aufeinander. Das unterscheidet diese Tour von einem reinen Blick auf die Ortsgeschichte der Glashütten und ergänzt den Gedenkbezug der Kirche um eine Landschaftsperspektive.

Die Ostereiersuche im Jahr 2026

Die Ostereiersuche in Le Neufour bestand 2026 seit 40 Jahren. Am Ostermontag desselben Jahres sammelten die Teilnehmenden im Wald 700 frische Eier und Hunderte Süßigkeiten. Anschließend gab es ein gemeinsames großes Omelett, an dem Dutzende Gäste teilnahmen. Diese Zahlen und der Ablauf beziehen sich auf die Ausgabe von 2026. Wenn Sie eine künftige Osterreise an diesem Ereignis ausrichten möchten, prüfen Sie Termine und Ablauf für das jeweilige Jahr.

Weitere Reiseziele entdecken: Avillers-Sainte-Croix, Naix-aux-Forges, Montmédy, Lachaussée, Velosnes, Haironville, Nettancourt, Bras-sur-Meuse.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maas.

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