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Pareid lässt sich über unterschiedliche Aspekte entdecken: die Römerstraße zwischen Metz und Reims, die Kirche Saint-Rémi und das Grabmal von Louis Leloup. Der Ort liegt an der seit der Antike besiedelten Straße und zugleich an einer leichten Hanglage am Ursprung des Berrand-Pont. Dieser Bach mündet in den Longeau. So stehen neben der historischen Verbindung auch die örtliche Landschaft und ihre Bauwerke im Blick. Ob Sie sich besonders für Architektur, Ortsgeschichte oder ein einzelnes Kunstwerk interessieren: Pareid bietet dafür verschiedene konkrete Ansatzpunkte.

Ortslage an Römerstraße und Bach

Die Römerstraße verbindet Metz und Reims; Pareid liegt an dieser historischen Route. Der Berrand-Pont entspringt im Ort und fließt in den Longeau. Zusammen geben Straße, Hanglage und Bach eine knappe Orientierung zur geografischen Gestalt Pareids: Die Straße stellt den Bezug zwischen den beiden Städten her, während der Bach seinen Ursprung vor Ort hat. Wer den Ort anhand seiner Landschaft und Geschichte auswählt, findet hier also zwei unterschiedliche Perspektiven, ohne dass dafür eine bestimmte Reiseroute vorausgesetzt wird.

Saint-Rémi: romanische Kirche mit Befestigungsmerkmalen

Die befestigte romanische Kirche Saint-Rémi ist der markanteste architektonische Schwerpunkt. Zu ihren besonderen Merkmalen gehören Schießscharten und ein Glockenturm mit hölzernem Wehrgang, einem sogenannten Hourd. Außerdem besitzt die Kirche zwei Fenster in flamboyantischer Gotik. Gerade der Kontrast zwischen romanischem Charakter, Befestigungselementen und gotischen Fenstern macht die Kirche für Reisende interessant, die auf unterschiedliche Bauformen achten. Schießscharten und Wehrgang verweisen auf die befestigte Gestalt des Bauwerks; die Fenster bilden dazu einen eigenen architektonischen Akzent. Die einzelnen Elemente lassen sich so als Teile eines vielschichtigen Kirchenbaus wahrnehmen, statt die Kirche nur als einen Punkt auf einer Besichtigungsliste abzuhaken.

Kriegsschaden und Restaurierung

Auch die Geschichte des Bauwerks gehört zu seinem heutigen Eindruck: Saint-Rémi wurde während des Ersten Weltkriegs teilweise zerstört und ab 1930 unter der Leitung von Maurice Delangle restauriert. Diese Angaben ergänzen den Blick auf die Bauformen um eine jüngere historische Zäsur. Für die Einordnung sind damit sowohl die sichtbaren architektonischen Merkmale als auch die Beschädigung im Krieg und der Beginn der Restaurierung bedeutsam. Wer sich für die Geschichte der Kirche interessiert, kann beide Aspekte zusammen betrachten: die Gestaltung des Bauwerks und seine Restaurierungsgeschichte.

Das Grabmal von Louis Leloup

Auf dem Friedhof bei Saint-Rémi befindet sich das Grabmal von Louis Leloup, das aus dem Jahr 1883 stammt. Das skulptierte Monument besteht aus Kalkstein und zeigt ein Kreuz, Ähren, Stiefmütterchen und eine Perlenkrone. Material, Form und Motive geben dem Grabmal einen eigenen Schwerpunkt neben der Kirche. Für eine genauere Betrachtung können Sie zunächst die Gesamtform des Kalksteinmonuments wahrnehmen und anschließend auf die einzelnen Darstellungen achten: auf das Kreuz, die Pflanzenmotive und die Perlenkrone. So steht hier ein bestimmtes Grabmal im Mittelpunkt, während bei Saint-Rémi der Kirchenbau und seine Architektur den Blick lenken. Beide Orte ergänzen sich als unterschiedliche Themen für eine kulturgeschichtliche Entdeckung in Pareid.

Pareid im kulturellen Zusammenhang

Pareid ist außerdem eine Station des Kulturwegs „Circuit 3bis L: St. Benoit-en-Woëvre – Brainville“. Damit gehört der Ort auch zu einem benannten kulturellen Streckenverlauf. Das ist ein anderer Zugang als die Beschäftigung mit einem einzelnen Bauwerk: Sie können Pareid im Zusammenhang des Kulturwegs einordnen oder Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf Saint-Rémi und das Grabmal von Louis Leloup richten. Für die Wahl eines Aufenthalts geben diese Möglichkeiten unterschiedliche Schwerpunkte vor: Architektur und Restaurierungsgeschichte auf der einen, die Gestaltung eines einzelnen Grabmals auf der anderen Seite. Die Landschaft an der Römerstraße bildet dazu den örtlichen Rahmen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maas.

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