Watronville liegt am Fuß der Côtes de Meuse und unterhalb der Höhenlandschaft. Zur Ortsgeschichte gehören eine Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert, die Église de l’Assomption mit Ursprung im 18. Jahrhundert und die jährlich organisierte Ronde des Vergers. Wer den Aufenthalt plant, findet damit sowohl kulturhistorische Bezugspunkte als auch klar beschriebene Wanderoptionen.
Wanderwege zwischen Obstgärten, Wald und Woëvre-Ebene
Der Chemin du tacot führt an Obstgärten vorbei und durch Wald; außerdem bietet er einen Panoramablick auf die Woëvre-Ebene. Auf dem Chemin du tacot beträgt die Gehzeit im Watronville-Sektor etwa zwei Stunden. Nach dem Abstieg über die Côte Saint-Simon verläuft der Rückweg auf einer asphaltierten Straße nach Watronville. Der Chemin du tacot ist wenige Meter oberhalb der Église de Watronville ausgeschildert. Weil Markierungen sich ändern können, prüfen Sie den Einstieg vor dem Aufbruch.
Der Circuit 91 – Le Tacot führt nach dem Durchqueren von Watronville über den Chemin de la Tonne in den Wald. Über den Weg La Tonne sind die Überreste des römischen Lagers Camp-des Romains-du-Châtelet erreichbar. Für Reisende mit Interesse an der römischen Vergangenheit bietet dieser Zugang einen weiteren archäologischen Bezug zur Ortsgeschichte.
Befestigung, Kirche und Ortsgeschichte
Das Château fort de Watronville wurde im 15. Jahrhundert als Befestigungsanlage errichtet. Erhalten sind ein großer quadratischer Turm und Gebäude an der Ringmauer. Im Ersten Weltkrieg wurde die Anlage beschädigt und 1923 restauriert und umgestaltet. Heute befindet sie sich in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.
Die Église de l’Assomption stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach den Kriegszerstörungen blieben nur das Portal und das erste Geschoss des Glockenturms erhalten; 1928–1929 wurde die Kirche wiederaufgebaut. Ihre Rekonstruktion erfolgte damit fünf bis sechs Jahre nach der Restaurierung und Umgestaltung des Château. Zur Ortsgeschichte gehört außerdem die Seigneurie von Watronville, die zu den vier Baronien-Paarien des Bistums Verdun zählte.
Die Ronde des Vergers
Der Freizeitverein von Watronville rief die Ronde des Vergers 1994 ins Leben; heute wird sie jährlich als Wanderveranstaltung organisiert. Die Route führt über Abschnitte des Regionalen Naturparks Lothringen, über Schlachtfelder und über von der Fédération Française de Cyclisme zertifizierte Strecken. Außerdem ermöglicht sie die Entdeckung blühender Obstgärten. Ein Bauernmarkt ergänzt die Veranstaltung, wobei sich das konkrete Programm künftiger Ausgaben ändern kann.
Für die Zeitplanung unterscheiden sich die beiden Wanderoptionen: Beim Chemin du tacot bietet die ungefähre Gehzeit eine Orientierung für den Watronville-Sektor. Die Ronde des Vergers ist dagegen an ihre jeweilige Ausgabe gebunden. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf die Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie deren Termin und Programm.
Weitere Reiseziele entdecken: Clermont-En-Argonne, Bras-sur-Meuse, Verdun-Sur-Meuse, Saint-Aubin-Sur-Aire, Dugny-sur-Meuse, Landrecourt-Lempire, Les Hauts-de-Chée, Cléry-Le-Grand.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maas.