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In Nancy lassen sich Stadtgeschichte, Kunst und Naturkunde als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten. Besonders prägnant ist das UNESCO-gewürdigte Ensemble dreier Plätze; daneben stehen Art nouveau, mittelalterliches Erbe und lebende Sammlungen für andere Perspektiven. Bei der Planung können Sie danach gewichten, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Stadtbild und Kunst

Die Place Stanislas, die Place de la Carrière und die Place d’Alliance bilden eine der harmonischsten Stadtlandschaften der Aufklärung. Als Ensemble stehen die drei Plätze für ein gemeinsames Stadtbild; an der Place Stanislas liegt zugleich das Musée des Beaux-Arts de Nancy. So lassen sich zwei unterschiedliche Kulturperspektiven verbinden: die Gestaltung der Stadtlandschaft und die bildende Kunst des Museums. Wenn Sie Nancy über Architektur und Kulturgeschichte einordnen möchten, bietet diese Verbindung einen konkreten Ausgangspunkt, ohne die beiden Themen gleichzusetzen.

Art nouveau in Nancy

Das Musée de l’École de Nancy gehört zu den wenigen französischen Museen, die dem Art nouveau von Nancy gewidmet sind. Es befindet sich auf dem ehemaligen Anwesen des Sammlers Eugène Corbin. In der Villa Majorelle werden fast 100 Möbelstücke, Gemälde und Kunstgegenstände aus den Sammlungen dieses Museums gezeigt. Die Präsentation vereint damit verschiedene Objektarten und eröffnet einen anderen Zugang zum Kunstthema als die Spezialisierung des Musée de l’École de Nancy. Die Villa Majorelle wurde 1997 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Kirche, Dynastie und mittelalterliches Erbe

Die Église des Cordeliers ist die älteste Kirche von Nancy und wurde zur dynastischen Nekropole des Hauses Lothringen. Die Porte de la Craffe steht für eine andere Seite des mittelalterlichen Erbes: Sie ist das einzige erhaltene Relikt der mittelalterlichen Befestigungsanlagen von Nancy. Die beiden Orte führen damit zu unterschiedlichen historischen Fragen: Bei der Kirche steht ihre dynastische Funktion im Vordergrund, bei der Porte das erhaltene Zeugnis der Befestigung.

Ein selbst geführter Rundgang

Der Parcours centre historique ist ein 3,5 km langer Rundgang auf eigene Faust durch Nancy. Damit steht neben einzelnen Kulturorten eine eigenständige Form der Stadterkundung: Sie können eine selbst geführte Runde als Schwerpunkt wählen oder den Aufenthalt stärker an einem bestimmten Kunst- oder Geschichtsthema ausrichten. Die Rundtour und ein einzelnes Museum oder Bauwerk sind dabei unterschiedliche Planungsansätze, nicht austauschbare Stationen einer behaupteten Route.

Naturkunde und Orientierung

Das Muséum-Aquarium de Nancy umfasst zwei Aquariengalerien. Seine lebenden Sammlungen umfassen etwa 249 Arten, die in 45 Aquarien in nachgebildeten natürlichen Lebensräumen leben. Artenzahl, Aquarien und Lebensräume zeigen verschiedene Aspekte dieses naturkundlichen Schwerpunkts und unterscheiden ihn deutlich von Kunst und Baugeschichte.

Auch die Orientierung zur Pépinière hat konkrete Bezugspunkte: Sie ist über die Place Stanislas, den Boulevard du 26e RI und die Rue Sigisbert Adam zugänglich. Die drei Zugänge bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Orientierung in Nancy.

Weitere Reiseziele entdecken: Briey, Essey-Lès-Nancy, Val-Et-Châtillon, Liverdun, Tellancourt, Allain, Doncourt-Lès-Conflans, Crévéchamps.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meurthe-Et-Moselle.

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