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Im Weiler Saint-Pierremont in Avril liegt die ehemalige Abtei; ihre Geschichte reicht von der Gründung 1090 bis zur endgültigen Aufgabe 1733. Eine zweite historische Perspektive bietet die Pfarrkirche „Eglise paroissiale de L'Assomption“ in Avril. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und enthält zwölf figürliche Glasfenster. Damit stehen Klostergeschichte und Kirchenkunst neben einem anderen Schwerpunkt: einer Wanderung, die nahezu vollständig durch Wald verläuft.

Die Abtei Saint-Pierremont im historischen Wandel

Lubricus, ein Kanoniker aus Metz, gründete die Abtei 1090. 1733 wurde sie endgültig aufgegeben; ein Teil der Abteigebäude aus dem 18. Jahrhundert ist erhalten. Die Daten verweisen auf unterschiedliche Etappen: auf die mittelalterliche Gründung und auf eine spätere Bauphase, deren Gebäude teilweise überdauert haben. Der Taubenturm der ehemaligen Abtei wurde durch Erlass vom 20. Januar 1979 als historisches Denkmal geschützt.

So lässt sich die Abteigeschichte nicht auf ein einzelnes Datum verkürzen: Gründung, Aufgabe und erhaltene Bauten stehen für verschiedene Abschnitte. Der geschützte Taubenturm ergänzt diese Zeitleiste um ein konkretes Bauteil der früheren Anlage.

Kirchenbau und Glasfenster in Avril

Die Pfarrkirche „Eglise paroissiale de L'Assomption“ hat einen länglichen Grundriss und ist einschiffig. Eine halbrunde Apsis bildet einen gerundeten Abschluss des Kirchenraums; der Turm ist in die Fassade integriert. Diese Merkmale beschreiben unterschiedliche Teile des Baus: den Grundriss, die Form des Abschlusses und die Einbindung des Turms.

Das Ensemble umfasst zwölf figürliche Glasfenster. Zu den dargestellten biblischen Szenen zählen unter anderem Pfingsten, Mariä Himmelfahrt, die Heimsuchung und die Verkündigung. Zehn der Fenster fertigte die Werkstatt Benoît aus Nancy in den Jahren 1928, 1932 und 1956; die Chorfenster wurden restauriert. Damit kommen bei der Kirche zwei Blickwinkel zusammen: die Motive der Bilder und die Geschichte ihrer Anfertigung und Restaurierung.

Weitere historische Zeitlinien

Das ehemalige Cordeliers-Kloster in La Chapelle-aux-Bois wurde um 1480 von Jeanne de Pulligny und ihrem Ehemann Didier de Landre gegründet. Im 17. Jahrhundert verfiel es; um 1710 wurde es nach Briey verlegt und 1791 aufgehoben. Gründung, Niedergang, Verlegung und Aufhebung ergeben eine andere Abfolge als die Geschichte der Abtei Saint-Pierremont.

Auch die Pérotin-Warmwasserquelle gehört zur historischen Umgebung von Avril. Nach ihrer Entdeckung bei einer Bohrung auf dem Gemeindegebiet entstand dort 1909 der Pérotin-Ort. Ab 1910 kamen Besucher zur Quelle. Der Club Vosgien errichtete eine Fußgängerbrücke über den Conroy, über die der Zugang von Moyeuvre-Petite aus leichter war. Anfang der 1970er Jahre hörte die Quelle auf zu fließen; als mögliche Ursache wird ein beschädigtes Fassungsrohr vermutet.

Waldwanderung und Aktivitäten

Wenn Sie neben den historischen Themen einen Landschaftsschwerpunkt suchen, verläuft die Wanderung „Balade en forêt d'Avril“ nahezu vollständig durch Wald. Ihr Waldcharakter unterscheidet sie klar von den Bau- und Kunstthemen der Abtei und der Pfarrkirche. Die Route ist damit ein eigener Anhaltspunkt für die Auswahl dessen, worauf Sie Ihren Aufenthalt ausrichten möchten.

Au cheval d'Avril bietet Reitunterricht, Pferdepension, Ausritte, Spaziergänge und Geburtstagsaktivitäten an. Erfragen Sie die Verfügbarkeit direkt vor Ihrem Besuch. Die genannten Angebote eröffnen eine andere Möglichkeit, sich mit Pferden zu beschäftigen, als der Schwerpunkt auf Ortsgeschichte oder Waldwanderung; welche davon zu Ihrer Reise passt, hängt von Ihren Interessen ab.

Weitere Reiseziele entdecken: Bulligny, Saint-Clément, Pierrepont, Badonviller, Cirey-sur-Vezouze, Bouxières-aux-Dames, Giriviller, Saxon-Sion.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meurthe-Et-Moselle.

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