Vandoeuvre-Lès-Nancy bietet mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Naturbeobachtung im Bois de la Champelle, Kunst entlang der Strecke „3.54“ und historische Bauwerke im alten Vandoeuvre sowie in der Kirche Sainte Melaine. Für Ihre Planung hilft es, zuerst den gewünschten Charakter eines Besuchs festzulegen. Waldwege, Aussichtspunkte, Kunst und ältere Zeugnisse setzen unterschiedliche Akzente und müssen nicht als ein einziges Programm verstanden werden.
Wald, Lehrpfad und Aussicht
Der Bois de la Champelle ist ein kommunaler Laubwald mit einer Fläche von 61,51 Hektar. In diesem Wald gibt es zwei Spazierwege. Im Juni 2016 wurde er in das Netzwerk „Refuges Nature ASPAS“ der Association pour la Protection des Animaux Sauvages aufgenommen; unterstützt wird er von der Fédération FLORE 54. Der Wald schützt die gesamte Fauna, und die Jagd ist verboten.
Der pädagogische Lehrpfad des Enrichards ermöglicht Spaziergängern, das Natur- und Geschichtserbe des Hangs zu entdecken. Seine Einrichtungen dienen dazu, Vögel, Säugetiere und Bäume zu beobachten sowie Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Insekten kennenzulernen. So stehen neben dem Spaziergang zwei konkrete Lernperspektiven: einzelne Tier- und Pflanzenarten wahrnehmen und ökologische Zusammenhänge betrachten. Die beiden Spazierwege und der Lehrpfad sprechen damit unterschiedliche Interessen an: Bewegung im Wald steht neben gezielter Beobachtung und der Vermittlung von Zusammenhängen.
Von der Chapelle Notre Dame des Pauvres bietet sich ein schönes Panorama; dort befindet sich auch ein Orientierungstisch. Von den Anhöhen von Vandœuvre reicht der Blick bis zum Grand Couronné und, in südlicher Richtung, bis zum Portois und zu den mittleren Vogesen. Wer Aussichten als eigenen Schwerpunkt wählt, kann zwischen dem benannten Aussichtspunkt mit Orientierungstisch und den Fernblicken von den Anhöhen unterscheiden.
Kunst und Kultur
Auf 3,54 Kilometern führt die Kunststrecke „3.54“ durch Vandœuvre und seine Parks. Sie präsentiert Werke lokaler, nationaler und internationaler Künstler. Damit setzt sie einen eigenen Akzent neben Natur und historischer Architektur: Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke unterschiedlicher Herkunft. Auch das Centre Culturel André Malraux gehört zum kulturellen Profil des Ortes. Seit 2000 ist es vom französischen Kulturministerium als „Scène Nationale“ ausgezeichnet.
Historische Spuren und Markt
Die Kirche Sainte Melaine stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Im Inneren beherbergt sie eine Pietà, Skulpturen und interessante Glasfenster. Im alten Vandoeuvre, einem Winzerdorf am Hang, stehen hübsche Häuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Kirche und Dorf setzen unterschiedliche historische Akzente: Die Kirche verbindet ihre Bauzeit mit Kunstwerken im Inneren, während das Winzerdorf Häuser aus mehreren Jahrhunderten zeigt.
Der Marché de Vandoeuvre bietet eine weitere Perspektive auf den Ort. Zum Angebot zählen Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Molkereiprodukte, Backwaren und Gewürze sowie industriell gefertigte Waren, handwerkliche Erzeugnisse und Konfektionswaren. Wenn Sie gezielt wegen eines Produkts oder eines Markttermins kommen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und Anbieter; beides kann sich ändern.
Weitere Reiseziele entdecken: Rehainviller, Flirey, Dommartin-sous-Amance, Ancy-Sur-Moselle, Bainville-aux-Miroirs, Homécourt, Lunéville, Briey.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meurthe-Et-Moselle.