Sechzehn monumentale Bögen des römischen Aquädukts sind auf der Seite von Jouy-aux-Arches erhalten. Dazu kommen ein Erlebnisweg entlang der Brücke, die Église Saint-André, das befestigte Haus Château du Veau d’Or und Wege im Landschaftsraum an der Mosel. So können Sie Baugeschichte mit einem Spaziergang oder weiteren historischen Stationen verbinden. Die Schwerpunkte des Aufenthalts lassen sich nach Interesse setzen: auf das Aquädukt, die Ortsgeschichte oder die Landschaft.
Römischer Aquädukt und Parcours des arches
Der gallorömische Aquädukt liegt auch auf dem Gebiet der Gemeinde Jouy-aux-Arches und ist als Monument historique klassifiziert. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und gilt als eines der am besten erhaltenen Bauwerke des Weströmischen Reiches. Die oberirdische Aquäduktbrücke ist 1.128 Meter lang. Früher umfasste sie 110 Pfeiler, von denen die höchsten 25 Meter erreichten. Auf der Seite von Jouy-aux-Arches sind 16 monumentale Bögen erhalten. Länge, frühere Pfeilerzahl und erhaltene Bögen vermitteln unterschiedliche Maßstäbe des Bauwerks. Der Aquädukt kann nur von außen besichtigt werden; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.
Der Erlebnisweg Parcours des arches verläuft entlang der Aquäduktbrücke. Seine sieben Stationen und elf Tafeln erläutern Geschichte und Besonderheiten des antiken Aquädukts. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf die Bögen, sondern auch auf die Geschichte und die Einzelheiten der Anlage. Vor dem Besuch empfiehlt sich ein Blick auf den aktuellen Zustand des Weges und der Tafeln. Unterhalb der Bögen befindet sich außerdem ein Becken mit einem Durchmesser von vier Metern. Es sollte durch die Erzeugung eines Wirbels die Strömung des Wassers am Ausgang des Aquädukts verringern. Dieses Detail lenkt den Blick von den Dimensionen der Brücke auf die Funktion eines einzelnen Bauteils.
Kirche und befestigtes Haus
Die Église Saint-André wurde im Jahr 1700 fertiggestellt. Arthur Schouler schuf 13 der 14 Glasfenster der Kirche. Für einen Besuch, der über die römische Anlage hinausgeht, bietet die Kirche damit einen eigenen historischen und künstlerischen Schwerpunkt. Ihre Fertigstellung im Jahr 1700 und die Fenster geben dabei konkrete Anhaltspunkte, auf die Sie beim Rundgang achten können.
Auch das befestigte Haus Château du Veau d’Or ist in Jouy-aux-Arches noch heute sichtbar. Von 1444 bis 1445 besetzten Charles VII und René d’Anjou das Haus mit ihrer Truppe und befestigten sich dort. Die beiden Bauwerke setzen unterschiedliche Akzente in der Ortsgeschichte: Beim Aquädukt stehen die antike Wasseranlage und ihre Bögen im Mittelpunkt, beim Château du Veau d’Or die Geschichte des befestigten Hauses und die Ereignisse von 1444 bis 1445.
Spazierwege, Mosel und Arboretum
Zahlreiche Wege erschließen Spaziergängern Landschaften entlang der Mosel, rund um zahlreiche Teiche und an den Hängen des Hügels. Die örtlichen Motive reichen damit vom Flussraum über Teichlandschaften bis zu den Hängen. Wenn Sie neben Bauwerken auch Zeit im Freien einplanen möchten, können Sie Ihren Spaziergang auf diese unterschiedlichen Landschaftsbilder ausrichten.
Am Ufer der Mosel bietet ein Bewegungspfad die Möglichkeit, einige grundlegende Übungen zu machen. Das Arboretum ergänzt die örtlichen Naturthemen um Information zwischen den Pflanzungen: Dort gibt es Tafeln zur Bestimmung der Arten sowie Informationstafeln. So stehen neben den Spazierwegen auch ein Bewegungspfad und das Arboretum als unterschiedliche Anlässe für Zeit im Freien zur Wahl.
Jouy-aux-Arches mit dem Rad erreichen
Die Etappe Metz–Pont-à-Mousson der Voie Bleue erreicht Jouy-aux-Arches und den dortigen römischen Aquädukt. Sie umfasst 33 Kilometer; die angegebene Fahrzeit beträgt zwei Stunden und zehn Minuten. Damit lässt sich der Ortsbesuch in eine bezifferte Fahrradetappe einordnen. Routendetails können sich ändern, deshalb empfiehlt es sich, den aktuellen Stand vor der Planung zu prüfen.
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