Rodemack lässt sich über seine Wehrgeschichte entdecken: Etwa 700 Meter der Stadtmauern sind erhalten und sichtbar; sechs Flankierungstürme der Befestigungsanlagen ebenfalls. Die Zitadelle, die Église Saint-Nicolas und die Jean-Marie-Pelt-Schleife setzen andere Akzente. So können Sie Baugeschichte, sakrale Kunst und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt betrachten.
Befestigungen und Ortsgeschichte
Die befestigte Porte de Sierck wurde im 14. Jahrhundert von den Dorfbewohnern errichtet. Die Zitadelle entstand auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg, die die Herren von Rodemack im 12. Jahrhundert gegründet hatten. Tor und Burggründung markieren damit unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte. Das mittelalterliche Dorf Rodemack ist im französischen Verzeichnis der historischen Denkmäler eingetragen.
Die erhaltenen Stadtmauern sind 6 bis 9 Meter hoch. Ein teilweise entlang der Mauern verlaufender Wehrgang bietet Besuchern Ausblicke auf den Garten und das Dorf. Einzelne Abschnitte können Wartungsarbeiten unterliegen; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuelle Situation. Auch der Zugang zur Terrasse des Offizierspavillons der Zitadelle kann saisonal variieren. Von dort reicht der Blick weit über das Dorf und das Pays des Trois Frontières.
Kirche und Kapelle
In der Église Saint-Nicolas befinden sich das Mausoleum von Hermann Fortuné und seiner Ehefrau Marie-Sidonie de Daun sowie Skulpturen und Holzarbeiten aus der Werkstatt Greff. In der Chapelle Notre-Dame ist derzeit eine Statue zum Thema „Die Erziehung der Jungfrau“ zu sehen. Außen an der Kapelle befindet sich ein ins 18. Jahrhundert datierbares Kalvarienkreuz mit Darstellungen des heiligen Rochus und des heiligen Sebastian. Die beiden Orte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für Grabkunst, Bildwerke oder religiöse Darstellungen interessieren.
Jean-Marie-Pelt-Schleife und Garten
Die Jean-Marie-Pelt-Schleife führt von der mittelalterlichen Stadt Rodemack durch die mosellanische Landschaft und über die sandigen Rasenflächen des Grund. Entlang der Route vermitteln Informationstafeln und Beobachtungsspiele Wissen über Bäume, Brennnesseln und lebende Hecken. Die Inhalte dieser Angebote können aktualisiert werden. Damit verbindet die Schleife eine Route aus dem mittelalterlichen Ort in die Landschaft mit konkreten Naturthemen.
Der Jardin médiéval liegt entlang der Stadtmauern und ist ganzjährig frei zugänglich; vorübergehende Schließungen sind möglich. Der Wehrgang und der Garten eröffnen unterschiedliche Blicke auf den Ort: Vom Wehrgang aus sehen Besucher den Garten und das Dorf, während der Garten selbst einen eigenen Besuchsschwerpunkt bildet.
Führung, Fest und Landschaftspark
Eine kombinierte Führung durch die Zitadelle und das Dorf dauert 1 Stunde und 30 Minuten, findet ganzjährig auf Anfrage statt und beginnt vor dem Office de Tourisme de Cattenom et Environs. Bestätigen Sie bei der Anfrage noch einmal Dauer und Treffpunkt. Das mittelalterliche Fest findet jährlich an einem Juniwochenende statt; dabei nimmt ein mittelalterlicher Markt alle Gassen des Dorfes ein. Das Format kann sich zwischen den Ausgaben ändern. Prüfen Sie deshalb die Termine der jeweiligen Ausgabe, wenn Sie Ihren Aufenthalt danach planen.
Eine andere Perspektive bietet der Landschaftspark in Rodemack. Jeanne de Gargan legte ihn 1920 mit Pflanzen an, die sie von ihren Reisen mitgebracht hatte. Der Park umfasst 41 Baumarten, darunter einen bemerkenswerten Catalpa; ein Drittel der Baumarten sind Nadelgehölze. Die Pflanzenbestände können sich verändern. Zusammen mit der Schleife ergibt sich so ein weiterer Naturbezug, der sich von der Geschichte der Befestigungsanlagen unterscheidet.
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