Saint-Amé verbindet die Geschichte rund um Saint-Mont und Vieux Saint-Amé mit Wanderwegen für unterschiedliche Zeitbudgets. Ein Aussichtspunkt, historische Kirchen und Wege von 45 Minuten bis zu mehreren Stunden geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für die Planung Ihres Aufenthalts.
Saint-Mont: Aussicht und geschützte Landschaft
Der Gipfel des Saint-Mont erreicht 675 Meter und bietet einen Aussichtspunkt über das Pays de Remiremont und die Vogesen. Das 77 Hektar große Gebiet ist seit dem 25. Januar 1944 geschützt und eingetragen. Damit stehen Landschaft und Kulturerbe in Saint-Amé nebeneinander: Der Saint-Mont ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch ein geschützter Ort mit eigener Geschichte.
Kirchen, Kapellen und Vieux Saint-Amé
Die Église de Saint-Amé wurde zwischen 1724 und 1726 erbaut. Zu ihren besonderen Ausstattungsstücken zählt ein schmiedeeisernes Kommuniongitter aus dem Jahr 1774, das seit 1956 als Monument historique eingestuft ist. Die Kirche kann kostenlos und individuell, also ohne Führung, besichtigt werden. Prüfen Sie die Besuchsmodalitäten vorab, wenn Sie einen Besuch einplanen.
Eine andere historische Perspektive bietet Vieux Saint-Amé: Der Ort umfasst eine Kapelle und die Grotte, in die sich Saint Amé zum Gebet und zur Buße zurückzog. Vieux Saint-Amé ist außerdem mit der ersten Kirche von Saint-Amé verbunden; ein Friedhof wurde dort bis 1724 genutzt. Davon zu unterscheiden ist die kleine Kapelle auf dem Gelände der ehemaligen Kirche von Le Saint-Mont. Sie wurde 1852 errichtet und entwickelte sich zu einem Pilgerziel.
Die Chapelle du Vieux Saint-Amé lässt sich zu Fuß von Saint-Étienne-lès-Remiremont aus über eine Wanderung erreichen. Die Route ist beim Fremdenverkehrsamt und in der App Remiremont Plombières Tourisme verfügbar. So können Sie die Kapelle auch als Ziel einer Wanderung betrachten, statt die Ortsgeschichte allein über die Kirchenbauten kennenzulernen.
Wanderwege nach Zeit und Anspruch wählen
Der Sentier des carrières ist als schwierige Wanderung beschrieben: Er ist 10 Kilometer lang, weist 350 Höhenmeter auf und dauert etwa drei Stunden. Der Weg ist vom Parkplatz des Stadions von Saint-Amé aus zugänglich und mit einem roten Ring markiert. Sein Name führt zu einem Kapitel der Industriegeschichte: Die Carrières de Saint-Amé entstanden 1850, um Paris zur Zeit der Haussmannschen Boulevards mit Pflastersteinen zu versorgen.
Für eine deutlich kürzere Strecke gibt es den Sentier adapté pour tous. Er ist 0,8 Kilometer lang; die Dauer beträgt etwa 30 Minuten, der Höhenunterschied 20 Meter. Ein Fuchs auf blauem Grund markiert den Weg, der einen sandigen Abschnitt und einen botanischen Lehrpfad umfasst. Der Sentier accessible à tous bietet Fahrradabstellplätze, Trockentoiletten, einen für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeigneten Zugang, drei Picknickplätze und zwei Aussichtspunkte. Die beiden ähnlich benannten Wege haben unterschiedliche beschriebene Merkmale; achten Sie bei der Planung auf den jeweiligen Wegnamen.
Le Poterlacat au fil de l'eau ist ein leichter, 1,9 Kilometer langer Weg mit etwa 45 Minuten Gehzeit und 18 Höhenmetern. Er verläuft außerdem auf dem Angelparcours Passion Truite Fario entlang der Cleurie. Dieser Parcours ist wegen seiner hohen fischereilichen und anglerischen Qualität besonders für erfahrene Angler interessant. Er bietet einen für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeigneten Zugang, angepasste Parkmöglichkeiten und Angelstege, die für alle geeignet sind.
Kurze Runde oder längere Wanderung?
Der Sentier du patrimoine bietet mit 12,4 Kilometern, 464 Höhenmetern und etwa 3 Stunden 50 Minuten einen längeren Zeitrahmen. Er führt über den Sentier des moines in Richtung Pont des Fées und Le Saint-Mont; außerdem führt er in Richtung der Chapelle du Vieux Saint-Amé. Im direkten Zeitvergleich liegen zwischen den etwa 45 Minuten auf dem Poterlacat-Weg, den rund drei Stunden auf dem Sentier des carrières und knapp vier Stunden auf dem Sentier du patrimoine deutliche Unterschiede. So können Sie die Wege danach auswählen, wie viel Wanderzeit Sie einplanen möchten, ohne die verschiedenen Kultur- und Landschaftsthemen aus dem Blick zu verlieren.
Wegemarkierungen, Bedingungen und Einrichtungen können sich ändern. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Hinweise zu den Wegen, die Sie nutzen möchten.
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