An der Pfarrkirche Mariä Geburt in Escosse stehen zwei Jahreszahlen an unterschiedlichen Bauteilen: 1636 an der Westfassade und 1659 auf einer behauenen Steinplatte an der Südkapelle. Das Gotteshaus scheint im 17. Jahrhundert erbaut worden zu sein. Die Inschriften geben dem Bau konkrete historische Bezugspunkte.
Kirchen, Kapellen und Erinnerung
Ein anderes architektonisches Beispiel ist die Begräbniskapelle der Familie Subra. Der mittelgroße neoklassizistische Bau stammt sehr wahrscheinlich aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Er ist rechteckig und erhöht über gemauerten Backsteingruften angelegt. Eine gerade Doppeltreppe aus behauenem Sandstein erschließt die Kapelle. Sie besitzt einen Dreiecksgiebel; die gusseiserne Tür ist mit einem durchbrochenen Kreuzmotiv verziert. Form, Baumaterial und Türornament geben dem Bau ein klar unterscheidbares architektonisches Profil.
Auf dem Friedhof von Escosse bestehen Grabdenkmäler, Grabkreuze und Grabstätten überwiegend aus Kalkstein oder Sandstein. Das Kriegerdenkmal von Escosse wurde am Sonntag, dem 23. April 1922, um 14 Uhr eingeweiht. Die verschiedenen Orte und Bauwerke eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Dorfes: von Inschriften an der Pfarrkirche über die Gestaltung der Familienkapelle bis zu den Materialien der Grabstätten.
Escosses erste Kirche befand sich im 11. Jahrhundert am Ort Saint-Arnier nordöstlich der Siedlung. 1074 wird sie als ehemalige Abtei erwähnt, in der sich noch Gräber von Ordensleuten befanden. Saint-Arnier als früheren Kirchenstandort können Sie zeitlich von der Pfarrkirche Mariä Geburt unterscheiden, die wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut wurde.
Landschaft und historisches Ortsbild
Das Tal der Estrique teilt Escosse in Nord-Süd-Richtung. Östlich davon ist die Hügellandschaft unwegsam; westlich liegen sanftere Hänge, die von zahlreichen Bächen durchzogen werden. Diese verlaufen in Südwest-Nordost-Richtung. Damit unterscheiden sich die Landschaftsräume sowohl durch ihre Lage am Tal als auch durch ihr Relief und die Richtung der Wasserläufe.
Laut dem napoleonischen Katasterplan hatte der historische Ortskern eine trapezförmige, befestigte Gestalt. An seiner Westseite verlief der Bach Tambouret; die Kirche lag an der Südseite einer weitläufigen, freien Esplanade. Die Himmelsrichtungen helfen, die Elemente dieses historischen Ortsbilds einzuordnen: der Bach westlich des Ortskerns und die Kirche südlich am Platz.
Orientierung und Einkehr
Die D 626 und die D 119 folgen den Bachläufen; die D 110 verbindet den Ortskern von Escosse mit Pamiers. So lassen sich die Straßen entlang der Wasserläufe von der ausdrücklich genannten Verbindung nach Pamiers unterscheiden.
Chez Ginette ist eine Bar und Brasserie am Kirchenplatz von Escosse und bietet traditionelle regionale Küche. Wenn Sie dort einkehren möchten, prüfen Sie vorab, ob das Angebot aktuell verfügbar ist.
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