Serpentinit und seltene Lebensräume
Der Puy de Wolf ist ein Hügel mit vulkanähnlichem Erscheinungsbild. Sein Serpentinitgestein weist grünliche Reflexe auf. Als Natura-2000-Gebiet umfasst der Puy de Wolf seltene und besondere Lebensräume sowie seltene und besondere Flora und Fauna; einige Pflanzenarten sind dort endemisch.
Auf dem Gipfel stehen eine Orientierungstafel und ein Panoramaausblick über das Tal. So kommen am selben Ort geologische Merkmale, besondere Lebensräume und der Blick über die Landschaft zusammen. Wer sich für Natur und Geologie interessiert, findet hier mehrere konkrete Aspekte, die sich gemeinsam betrachten lassen.
Pilgerwege durch Firmi
Der Jakobsweg GR 65 durchquert Firmi auf seinem Weg von Le Puy-en-Velay in Richtung Decazeville und Livinhac-le-Haut. Ebenfalls durch Firmi verläuft die Route Conques–Toulouse, die die Via Arles mit dem Weg nach Santiago de Compostela verbindet. Die beiden Routen haben unterschiedliche beschriebene Bezugspunkte: Beim GR 65 stehen die genannten Orte entlang seines Weges im Vordergrund, bei Conques–Toulouse die Verbindung zu Via Arles und Santiago.
Archäologie und Industriegeschichte
Im Kulturzentrum La Serpentine in Firmi werden die archäologischen Sammlungen von Girmou präsentiert. Sie stammen aus Ausgrabungen einer gallorömischen Villa, die um 50 v. Chr. errichtet wurde. Damit lässt sich ein früher Abschnitt der Ortsgeschichte anhand eines konkreten Fundzusammenhangs einordnen.
Ein anderes Kapitel begann am 24. Dezember 1828: Im Bergbaubecken von Firmi setzte mit dem ersten Guss am Ort La Forézie die industrielle Eisen- und Stahlerzeugung ein. Der historische Bogen reicht so von einer Villa aus der Zeit um 50 v. Chr. bis zu einem genau datierten Beginn der industriellen Produktion.
Pflanzenwissen und bäuerliche Arbeit
Le Sentier des Plantes produziert und verarbeitet auf einem Bauernhof in Firmi biologisch zertifizierte aromatische und medizinische Pflanzen sowie Früchte. Von Mitte Mai bis Mitte Oktober finden donnerstags und ausschließlich nach Reservierung geführte Besichtigungen statt. Sie führen zu den Anbauflächen oder – je nach Wetterlage – in die Verarbeitungswerkstatt. Zum Programm gehören die Vorstellung des Berufs als Paysan-Herboriste, Erläuterungen zu den Arbeitsweisen, eine Produktverkostung und ein Hofladen.
Ein weiterer Einblick in die Pflanzenwelt ist auf dem Bauernhof Une Sorcière sur le toit möglich; Besuche erfolgen nach Vereinbarung. Dort geht es um eine biologisch bewirtschaftete Agroforst-Parzelle und die Bereiche, in denen Pflanzen gesammelt werden. Vermittelt werden außerdem Wissen über Eigenschaften und Verwendungen wild wachsender und kultivierter Heilpflanzen sowie über Verfahren zur Gewinnung ihrer Wirkstoffe. Im Vergleich der Angebote stehen bei Le Sentier des Plantes Anbau und Verarbeitung im Mittelpunkt, bei Une Sorcière sur le toit zusätzlich das Wissen zu Heilpflanzen und ihren Wirkstoffen.
Picknick und Angeln an der Forézie
Am Plan d'eau de la Forézie gibt es Picknicktische und einen Kinderspielplatz. In dem Gewässer kann ganzjährig geangelt werden; es gehört zur zweiten fischereilichen Kategorie. Wenn Sie dort angeln möchten, prüfen Sie vorab die geltenden örtlichen Vorschriften. Da sich Einrichtungen ändern können, empfiehlt es sich außerdem, ihren Zustand vor dem Besuch zu prüfen.
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