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In Mirepoix treffen Zeugnisse der Ortsgeschichte auf Wanderwege im Umland. Die Kirche Saint-Jean-Baptiste, das Château de Batz und die Wege durch die Landschaft setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Wer Kultur und Bewegung verbinden möchte, kann zunächst die Bau- und Kunstgeschichte des Ortes kennenlernen und für eine Wanderung einen eigenen Zeitblock einplanen.

Kirche, Gemälde und lokale Traditionen

Die Kirche Saint-Jean-Baptiste wird bereits in mittelalterlichen Texten des 13. Jahrhunderts erwähnt. Der Chor der heutigen Kirche befindet sich am Standort eines Turms der früheren Befestigungsanlagen von Mirepoix. Damit treffen in einem Bauwerk die religiöse Geschichte des Ortes und ein konkreter Bezug zu seiner einstigen Befestigung zusammen.

In der Kirche befindet sich ein Gemälde von Johannes dem Täufer in einem Rahmen aus dem 18. Jahrhundert. Ludwig XV. schenkte diesen Rahmen dem Herrn von Batz. Das Gemälde ist als „Monument historique“ eingetragen. Für eine kulturgeschichtliche Einordnung sind hier also sowohl das Werk als auch die Geschichte seines Rahmens bedeutsam.

Auch die Kreuze an den Straßen und Wegen von Mirepoix erinnern an religiöse Prozessionen, die jeden Frühling stattfanden. Gemeindemitglieder und Pfarrer beteten dabei für eine gute Ernte des Jahres. Die Kreuze verweisen damit auf eine örtliche Tradition, die Glauben und Landwirtschaft miteinander verband. Mirepoix heißt auf Okzitanisch „mirepech“: „mire“ bedeutet „schauen“, „pech“ „Gipfel“.

Château de Batz und Baugeschichte

Das Château de Batz stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und wurde 1761 von der Familie Batz erworben. Es ist privat. Als großes Gebäude aus behauenen Steinen ist es durch eine bemerkenswerte Steintreppe und eine schöne Eingangstür geprägt.

Haut Armagnac und Weinbautradition

Mirepoix liegt im Appellationsgebiet Haut Armagnac, in dem die Weinbautradition fortbesteht. Dieser Bezug ergänzt die Bau- und Kirchengeschichte um eine landwirtschaftliche Perspektive auf den Ort.

Wandern ab Mirepoix und im Umfeld

Eine Fußwanderung (PR) beginnt am Rathaus von Mirepoix, ist 9,2 Kilometer lang und dauert knapp drei Stunden. Mit dieser Länge und Zeit lässt sie sich als eigener Ausflugsteil einplanen. Eine Wanderroute im Umfeld von Mirepoix führt zum Weiler Tourrens, zu zwei Windmühlen, zwei Kapellen, einem Brunnen und dem restaurierten Couderla-Kreuz. Diese Ziele liegen im Umfeld; sie sind nicht sämtlich als Orte innerhalb von Mirepoix zu verstehen.

Die Route „Mirepoix, par le hameau de Tourrens“ führt durch bewirtschaftete Ebenen und an Schlössern, Kapellen und Mühlen vorbei. So stehen für die Wanderplanung sowohl eine konkrete Länge und Dauer als auch eine Landschaftsroute mit benannten Bauwerken und Zielen zur Verfügung. Die Ortsgeschichte lässt sich dabei gedanklich mit der Kulturlandschaft verbinden, ohne die genannten Wege zu einem einzigen Rundgang zusammenzufassen.

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