Über dem Eingangsportal der Église Notre-Dame-de-la-Nativité befindet sich ein wiederverwendetes Marmorchrisma, das ins 12. Jahrhundert datiert wird. Es gilt wahrscheinlich als Überrest der ursprünglichen romanischen Kirche. In Labarthe-Inard erzählen auch eine Kapelle, ein Waschhaus und ein Freiluft-Kreuzweg von der Ortsgeschichte. Für Zeit im Freien gibt es einen 1,3 Kilometer langen Weg rund um den Lac de la Hierle sowie einen Mountainbike-Parcours im kommunalen Sportkomplex.
Kirche und Kapelle: verschiedene Zeitschichten
Die Église Notre-Dame-de-la-Nativité ist vollständig als historisches Denkmal geschützt; die Eintragung erfolgte am 7. März 2024. Zu den Kunstwerken in der Kirche gehören zwei Flachreliefs mit Episoden aus dem Leben des heiligen Cyr und der heiligen Julitte. Als bewegliche Denkmäler sind sie seit dem 12. November 1997 geschützt.
Auch die Wandmalereien im Chor gehören zur Baugeschichte: Sie wurden entdeckt, als das Retabel aus dem 18. Jahrhundert zur Restaurierung abgenommen wurde. Die Malereien befinden sich unterhalb des Gesimses an den drei östlichen Seiten des fünfeckigen Chors. Zusammen mit dem wiederverwendeten Marmorchrisma und den Flachreliefs zeigen sie unterschiedliche Details des Kirchenbaus und seiner Ausstattung.
Bei der Chapelle Saint Genest liegen die überlieferten Zeitangaben weit auseinander. Ein Kartularvermerk aus dem Jahr 1249 nennt die heutige Chapelle Saint-Genès de Labarthe-Inard in der Nähe der Kirche Saint-Cirice; die Kapelle dürfte im 13. Jahrhundert eine Pfarrei aufgenommen haben. Wiederaufgebaut wurde sie 1838. Der Vermerk von 1249 und das Datum des Wiederaufbaus erzählen also von verschiedenen historischen Aspekten. Ein weiteres datiertes Denkmal ist das Kriegerdenkmal von Labarthe-Inard, das aus dem Jahr 1922 stammt.
Waschhaus, Kreuzweg und Wege am See
Der Kreuzweg im Freien bietet einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte. Seine Stationen bestehen aus Metallkreuzen, die in steinerne Sockel eingelassen sind. Auf den Sockeln sind jeweils die Stationsnummer und der entsprechende Abschnitt der Passion Christi eingraviert. Diese Angaben machen die Abfolge der Stationen nachvollziehbar.
Das Waschhaus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts am Fuß der Anhöhe Côte de la Canaou angelegt. Sein großes Becken wird von der Quelle La Canaou gespeist, die unmittelbar oberhalb entspringt; das Wasser der Quelle ist sehr klar. So lassen sich an diesem Ort die Baugeschichte des Waschhauses und die Beziehung zwischen Becken und Quelle gemeinsam betrachten.
Wer einen Spaziergang einplanen möchte, findet rund um den Lac de la Hierle einen angelegten Wanderweg von 1,3 Kilometern Länge. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Zugangsbedingungen. Der kommunale Sportkomplex umfasst außerdem einen Mountainbike-Parcours; da sich seine Ausstattung ändern kann, empfiehlt es sich, die aktuelle Konfiguration vor der Planung zu bestätigen. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: ein Weg für den Spaziergang am See und ein Parcours für Mountainbike.
Marktbesuch planen
An jedem letzten Sonntag des Monats findet in Labarthe-Inard ein Markt lokaler Erzeuger und Kunsthandwerker statt. Da die Veranstalter Termine revidieren können, prüfen Sie das Datum am besten vor Ihrer Reise. Damit lässt sich der Marktbesuch gezielt in den Aufenthalt einplanen, ohne ihn mit den anderen Ortsdetails oder den Angeboten im Freien zu verwechseln.
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