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Schlossgeschichte, Kirchenkunst und geschützte Natur geben Merville mehrere unterscheidbare Schwerpunkte für einen Aufenthalt.

Schloss und Labyrinth

Das Château et Labyrinthe de Merville wurde 1734 vom Marquis de Chalvet Rochemonteix erbaut, dem königlichen Seneschall Ludwigs XV. Der als geschützt eingestufte Buchsgarten umfasst fünf Hektar. In ihm liegt ein sechs Kilometer langes Labyrinth, das als längstes Europas bezeichnet wird. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Maßstäbe: Die fünf Hektar beschreiben die Fläche des Gartens, die sechs Kilometer die Länge des Labyrinths. So stehen die Anlage als Garten und der Irrgarten als eigener Teil im Mittelpunkt. Die historischen Angaben zum Bauherrn und seiner Funktion ordnen das Schloss außerdem in die Zeit Ludwigs XV. ein.

Kirchenkunst und historische Erinnerungen

Die Eglise Saint-Saturnin ist dem heiligen Saturnin geweiht, einem Märtyrer und dem ersten Bischof von Toulouse. Im Inneren zeigen gemalte Trompe-l’œil-Arbeiten der Brüder Pedoya im Stil des Neo-Empire die Evangelisten und Apostel. Zur Ausstattung gehört auch ein liturgischer Schatz: ein Prozessionskreuz aus dem 17. Jahrhundert, ein Weihrauchgefäß und ein Altarkreuz aus dem 18. Jahrhundert sowie sakrale Gefäße aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Gemalte Darstellungen und liturgische Gegenstände geben unterschiedliche Einblicke in die religiöse Kunst der Kirche.

Auch die Chapelle Saint-Dominique verbindet verschiedene Zeitebenen. Der Eigentümer des Grundstücks, der nach eigenen Angaben Gnaden des heiligen Dominikus erhalten hatte, ließ die Kapelle 1973 erbauen. Eine Inschrift erinnert daran, dass Dominikus im 13. Jahrhundert häufig die Prämonstratenser-Chorherren von Notre-Dame de la Capelle besuchte. So stehen das Baujahr der Kapelle und die ältere Erinnerung in der Inschrift nebeneinander. In der Kapelle wird jedes Jahr am 8. August eine Messe gefeiert. Wenn Sie diesen Termin in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Angaben vor Ihrer Reise.

Einen weiteren historischen Schwerpunkt bildet der Pigeonnier de Beillard. Der achteckige Taubenschlag stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist als Historisches Denkmal geschützt. Führungen sind auf Anfrage beim Office de Tourisme des Hauts Tolosans möglich.

Geschützte Natur und Grünanlage

Der Ramier de Bigorre liegt in einer Schleife der Garonne. Das etwa 33 Hektar große Gebiet ist geschützt und zeichnet sich durch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aus. Ein Lehrpfad mit erläuternden Tafeln vermittelt Besuchern das dortige Ökosystem. Damit lässt sich das Naturgebiet sowohl über seinen Bezug zur Garonne als auch über die Informationen entlang des Lehrpfads einordnen.

Für die Orientierung zum Ramier de Bigorre folgen Sie der D2 und nehmen anschließend den rechts abzweigenden Weg zur Ferme de Bigorre. Am Straßenrand steht ein Hinweisschild. Danach führt der Weg etwa 1,5 Kilometer bis zum Besucherparkplatz.

Der Parc du Bois de Bayler ist eine drei Hektar große Grünanlage im Ortskern. Er lädt zum Spazierengehen, zu einer Pause und zum Naturgenießen ein. Gegenüber dem etwa 33 Hektar großen Ramier bietet er einen anderen Maßstab: eine Grünanlage im Ortskern statt eines geschützten Naturgebiets in einer Schleife der Garonne. So unterscheiden sich auch die Anlässe für die Wahl: eine Pause oder ein Spaziergang im Ortskern auf der einen, ein Lehrpfad und die dortige Tier- und Pflanzenwelt auf der anderen Seite.

Weitere Reiseziele entdecken: Cathervielle, Pibrac, Gensac-Sur-Garonne, Calmont, Francarville, Caubous, Boulogne-Sur-Gesse, Saint-Pé-Delbosc

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Garonne.

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