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In Montauban treffen Baugeschichte, Kunstsammlungen und eine knapp zehn Kilometer lange Wanderroute auf unterschiedliche Interessen. An der Place Nationale, in den Museen und an der Kathedrale zeigen sich verschiedene Kapitel der Stadtgeschichte; der PR6 – Les vallons du Fau setzt einen eigenen Schwerpunkt auf die Landschaft.

Backstein, Arkaden und Baugeschichte

Die Geschichte der Place Nationale ist eng mit einem Brand verbunden: Nach dem Feuer vom 11. November 1616 wurde der Platz teilweise mit Backsteinhäusern wiederaufgebaut. Die Rekonstruktion war 1621 abgeschlossen. Auch die Arkaden unterscheiden sich von Haus zu Haus. Ihre Größe richtet sich jeweils nach der Breite des zugehörigen Gebäudes – statt einer einheitlichen Abmessung prägt also die Verbindung von Arkade und Hausfassade das Bild des Platzes.

Ein anderes Kapitel erzählt die Cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption. Sie wurde nach den Religionskriegen am höchsten Punkt der Stadt errichtet. In der Kathedrale befindet sich außerdem Ingres’ Werk „Le Vœu de Louis XIII“ aus dem Jahr 1824. Baugeschichte und Kunstwerk lassen sich so anhand konkreter Daten einordnen, ohne dass sie dieselbe Epoche repräsentieren.

Kunst und Sammlungen in zwei Museen

Das Musée Ingres Bourdelle würdigt zwei berühmte Einwohner Montaubans: Jean-Auguste-Dominique Ingres und Antoine Bourdelle. Untergebracht ist es im ehemaligen Bischofspalast. Der Ort verbindet damit die Erinnerung an die beiden Künstler mit einem historischen Gebäude.

Im Muséum Victor Brun steht eine andere Art von Sammlung im Mittelpunkt. Es präsentiert Vögel und Säugetiere, Fossilien aus den Phosphoriten des Quercy im Département Lot sowie ein Fragment des Meteoriten von Orgueil. Dieser ging 1864 nahe Montauban nieder. Wer sich für Naturgeschichte interessiert, findet hier also neben Tierpräparaten und Fossilien auch ein Objekt mit einem konkreten Bezug zur Umgebung der Stadt.

Der Kreuzgang des Couvent des Carmes

Auch das Couvent des Carmes verbindet Baugeschichte mit einem eigenen Garten. Nachdem Protestanten das erste Kloster im 16. Jahrhundert zerstört hatten, wurde es wiederaufgebaut; 1717 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Im Kreuzgang befindet sich ein Garten mit Obstbäumen, Gemüsepflanzen, Heilkräutern, Gewürzpflanzen und Blumen. Die Geschichte des Klosters und die Vielfalt der dort genannten Pflanzen bieten zwei unterschiedliche Zugänge zu diesem Ort.

Ein Wanderweg am südlichen Ende Montaubans

PR6 – Les vallons du Fau liegt an der südlichen Spitze Montaubans. Der Weg ist knapp 10 km lang; als Dauer sind 2 Stunden und 30 Minuten angegeben. Zu seinem Charakter gehören Aussichtspunkte, bewaldete Abstiege, Bäche und Hügelteiche. Damit steht neben den Kunst- und Bauwerken eine konkrete Wanderoption mit ausgewiesener Länge und Zeitangabe. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenangaben.

Stadtrundgänge und ein Besuch mit Führung

Das CIAP bietet gemeinsam mit Wivisites geolokalisierte, selbstgeführte Rundgänge zur Erkundung Montaubans an. Das Format unterscheidet sich von einem Rundgang mit Führung: Sie erkunden die Stadt selbstgeführt. Da sich digitale Besucherangebote weiterentwickeln können, lohnt ein Blick auf die aktuelle Auswahl vor der Nutzung.

Der Schatz in der großen Sakristei der Cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption wurde 2010 eingerichtet und bei von der CIAP organisierten Führungen geöffnet. Wenn dieser Besuch für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab, ob eine entsprechende Führung für Ihren Termin verfügbar ist. So lassen sich die historischen Stationen, die Sammlungen und die Wanderoption nach dem eigenen Schwerpunkt gewichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Escazeaux, Saint-Cirq, Bressols, Montalzat, Saint-Marcel-Campes, Castelsagrat, Lavit, Maubec.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarn-Et-Garonne.

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