Arras verbindet Baugeschichte, unterirdische Orte und Naturthemen auf unterschiedliche Weise. Der Belfried und die Squares geben Architektur und kommunaler Geschichte einen Schwerpunkt; die Boves und der Wellington Quarry stehen für zwei unterschiedlich beschriebene Orte unter der Stadt. Die Citadel bringt Bastionen, Gräben und Wald ins Bild, während Cité Nature Wissenschaft, Ausstellungen und Gärten vereint. So können Sie Ihren Aufenthalt danach gewichten, ob Sie sich vor allem für Architektur, den Ersten Weltkrieg, Wege im Grünen oder wissenschaftliche Kultur interessieren.
Belfried und Squares: Architektur in Arras
Der Belfried von Arras wurde von 1463 bis 1554 errichtet und ist 75 Meter hoch; er symbolisiert die kommunalen Freiheiten der Stadt. Nach seiner Zerstörung durch deutsche Artillerie im Oktober 1914 wurde er unter der Leitung des Architekten Pierre Paquet von 1924 bis 1932 originalgetreu wiederaufgebaut. Der Zugang erfolgt mit einem Aufzug und anschließend über etwa 40 Stufen. Eine Vorausbuchung ist nicht erforderlich. Da sich Zugangdetails ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch aktuelle Hinweise.
Auch die Squares of Arras setzen einen eigenen Architekturakzent: 155 Fassaden mit 345 Säulen prägen sie, und die dortigen Häuser sind als historische Denkmäler eingestuft. Neben dem einzelnen, 75 Meter hohen Turm steht damit ein von Säulen und Fassaden bestimmter Stadtraum als weiterer architektonischer Bezugspunkt.
Unterirdische Orte und die Geschichte des Ersten Weltkriegs
Die Boves of Arras sind ehemalige Kreidebrüche, die 12 Meter unter der Oberfläche ein unterirdisches Labyrinth bilden. Der Wellington Quarry liegt 20 Meter unter den Straßen von Arras und vermittelt Besuchern einen bewegenden Einblick in die Geschichte des Ersten Weltkriegs. Seine Besichtigung beginnt mit einer 20 Meter tiefen Fahrt in einem gläsernen Aufzug; die unterirdischen Galerien werden mit einem Guide und einem Audioguide vermittelt. Die beiden Orte unterscheiden sich damit im beschriebenen Schwerpunkt: Bei den Boves prägt die frühere Nutzung als Kreidebruch das Labyrinth, beim Wellington Quarry steht der Erste Weltkrieg im Mittelpunkt. Da sich das Besuchsformat des Wellington Quarry ändern kann, prüfen Sie vorab die aktuellen Hinweise.
Citadel of Arras: Bastionen, Wald und Aussichtspunkte
Die Citadel of Arras wurde im 17. Jahrhundert von Vauban erbaut und 2008 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Sie umfasst 72 Hektar, darunter 45 Hektar Wald und 12 Hektar innerhalb der Mauern. Spaziergänge führen entlang der Bastionen, an den Gräben und durch den Wald; außerdem gibt es sechs bemerkenswerte Aussichtspunkte. Das Gelände wird von Spaziergängern, Joggern und Radfahrern genutzt. Die 45 Hektar Wald zeigen, dass neben den Befestigungen auch Grünflächen einen großen Teil des beschriebenen Areals ausmachen.
Cité Nature: Wissenschaft und Gärten
Cité Nature ist ein Zentrum für wissenschaftliche Kultur in einer ehemaligen Lampenfabrik eines Bergwerks. Es bietet Workshops und Ausstellungen zu Landwirtschaft, Natur und Ernährung. Zu den Gärten gehören ein Nutzgarten, ein Obstgarten und ein Rosengarten. Außerdem gibt es 650 Rebstöcke der Sorten Chardonnay und Pinot Meunier sowie Beete mit Wasser-, Heil- und exotischen Pflanzen. Damit verbindet Cité Nature ein wissenschaftliches Ausstellungsprogramm mit unterschiedlichen Garten- und Pflanzenthemen.
Weitere Reiseziele entdecken: Le Ponchel, Vincly, Capelle-Lès-Hesdin, Fampoux, Audruicq, Lestrem, Tramecourt, Fauquembergues.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.