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Croisilles lässt sich über zwei unterschiedliche Seiten erschließen: die Wiederaufbaugeschichte seiner Saint-Martin-Kirche und mehrere Gedenkorte aus den Weltkriegen. Hinzu kommen geführte Dorfrundgänge, Veranstaltungen und eine Route durch die Felder, die über die voie verte in die Gemeinde zurückführt. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kulturgeschichte, Erinnerung oder einem Weg durch die Landschaft ausrichten.

Kirchenkunst und Dorfkultur

Die Saint-Martin-Kirche wurde zwischen 1924 und 1933 im Rahmen des ersten Wiederaufbaus errichtet. Ihr regionalistischer neoromanischer Stil gehört damit in die Zeit, in der Croisilles nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde. Bemerkenswerte Glasfenster ergänzen die Architektur: Julien Vosch entwarf sie; ausgeführt wurden sie in den 1930er- und 1950er-Jahren. Die Bauzeit und die beiden Zeiträume der Fenstergestaltung zeigen, dass die Ausstattung in mehreren Etappen entstand.

Das Label „Village Patrimoine“ hebt die natürlichen und historischen Schätze von Croisilles hervor und fördert den ländlichen Tourismus. Wer die Dorfgeschichte nicht nur anhand einzelner Orte kennenlernen möchte, findet bei Croisilles Histoire et Nature Dorfführungen mit einem ortskundigen Guide. Zum Programm der Organisation gehören außerdem Veranstaltungen im Rahmen von „Village en scène“ sowie Angebote zu den Europäischen Tagen des Denkmals. Die konkreten Veranstaltungstermine können variieren; prüfen Sie sie vor Ihrer Reise.

Drei Gedenkorte mit unterschiedlichen Zugängen

Der Croisilles British Cemetery liegt 300 Meter entlang der Rue Eugene Hornez südwestlich des Ortszentrums, abseits der Straße nach St. Leger (D9). Er umfasst 1.171 Bestattungen und Gedenkungen von Commonwealth-Angehörigen aus dem Ersten Weltkrieg. Außerdem befinden sich dort die Gräber von sechs Commonwealth-Fliegern aus dem Zweiten Weltkrieg. Wenn Sie den Friedhof besuchen möchten, prüfen Sie vor der Anreise die Zugangsbedingungen.

Der Croisilles Railway Cemetery liegt südöstlich des Dorfes. Ein etwa zwei Kilometer langer Weg zweigt von der Kreuzung der Rue du Moulin und der Rue de la Gare ab; die Wegbedingungen sollten Sie vor dem Aufbruch prüfen. Der Friedhof umfasst 181 Commonwealth-Bestattungen aus dem Ersten Weltkrieg sowie 26 deutsche Bestattungen. Damit verbindet dieser Ort unterschiedliche nationale Gedenkspuren an einem Friedhof.

Zum Summit Trench Cemetery führt ein ein Kilometer langer Weg; der Friedhof liegt 100 Meter westlich des Dorfes. Dort befinden sich 74 Bestattungen aus dem Ersten Weltkrieg, darunter fünf nicht identifizierte. Im Vergleich zu den etwa zwei Kilometern Weg zum Railway Cemetery ist der Zugang kürzer. Auch hier können sich die Bedingungen des Weges ändern, prüfen Sie sie daher vor dem Losgehen.

Felder und voie verte

Die Route „Evadez-vous à Croisilles!“ beginnt bei den Geschäften des Dorfes und führt in Richtung des Gemeindestadions durch die Felder. Über die voie verte kehrt sie anschließend in die Gemeinde zurück. Der beschriebene Verlauf bietet damit einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen- und Gedenkorte: Statt einzelner historischer Ziele steht eine Route durch das Feldgelände mit Rückkehr in den Ort im Mittelpunkt. Prüfen Sie vor dem Start den Streckenverlauf und die Wegbedingungen.

Wenn Sie Hotels für einen Aufenthalt in Croisilles suchen, überlegen Sie zunächst, welche dieser Seiten Ihren Besuch prägen soll: Kirchenkunst und Dorfkultur, die Gedenkorte oder die Route durch die Felder. Dorfführungen und Veranstaltungen sind weitere mögliche Anknüpfungspunkte; ihre Termine sollten Sie getrennt von der Routenplanung prüfen. So können Sie Ihre Übernachtungssuche an den Erlebnissen ausrichten, die Sie tatsächlich einplanen möchten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

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