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In Givenchy-en-Gohelle treffen Gedenken und Landschaft aufeinander: Das Canadian National Vimy Memorial, kanadische Militärfriedhöfe und die Forêt domaniale de Vimy geben dem Ort eine besondere historische Prägung. Zugleich führen Wege durch einen Wald, der sowohl Erinnerungsort als auch Raum für Natur und Erholung ist. Wer einen Besuch plant, kann daher unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Landschaft in den Blick nehmen.

Die Gedenkstätte von Vimy

Das Canadian National Vimy Memorial befindet sich an der Route D55, Chemin des Canadiens, in Givenchy-en-Gohelle. Es ehrt alle Kanadier, die im Ersten Weltkrieg gedient haben, besonders diejenigen, deren Grab unbekannt ist. 1997 wurde das Memorial als nationale historische Stätte ausgewiesen. Diese Widmung und die offizielle Anerkennung geben dem Ort einen klaren historischen Schwerpunkt.

Die Lieu historique national de la Crête-de-Vimy umfasst das Memorial, zwei Commonwealth-Militärfriedhöfe, rekonstruierte Schützengräben, den Grange-Tunnel und ein Haus. Wege und Straßen verbinden diese Bestandteile. Das Besucherzentrum des Canadian National Vimy Memorial kann Informationen über die Rolle Kanadas und Neufundlands im Ersten Weltkrieg sowie über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der historischen Stätte vermitteln. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Öffnungsregelungen des Besucherzentrums.

Kanadische Friedhöfe und ihre Geschichte

Der Canadian Cemetery No. 2 liegt im Herzen der Gedenkstätte von Vimy, wenige Meter vom Memorial entfernt. Er wurde 1917 angelegt und umfasst 2.965 Gräber. Die unmittelbare Nähe zum Memorial unterscheidet diesen Friedhof räumlich von der weiteren Landschaft des Gedenkortes; seine Angaben zu Entstehung und Umfang erzählen zugleich einen eigenen Teil der Geschichte.

Der Cimetière canadien de Givenchy-en-Gohelle wurde vom Canadian Corps unter der Bezeichnung CD 20 im März 1917 angelegt und bis Mai desselben Jahres genutzt. Er erinnert an mehr als 150 Opfer des Krieges von 1914 bis 1918. Besondere Gedenksteine gelten 15 kanadischen Soldaten, von denen man annimmt, dass sie dort bestattet sind. Außerdem befinden sich auf diesem Friedhof die Gräber von 109 Kanadiern, die Opfer der Schlacht am Vimy Ridge wurden.

Chemin des Canadiens und Waldwege

Entlang des Chemin des Canadiens informieren 17 Tafeln über die Einnahme des Vimy Ridge und die besondere Beziehung zwischen Givenchy-en-Gohelle und dem 85th Battalion (Nova Scotia Highlanders). Prüfen Sie vor Ort, ob die Tafeln entlang des Weges vorhanden sind. Der Chemin des Canadiens verbindet damit historische Information über den Ort mit der Geschichte eines bestimmten kanadischen Bataillons.

Die Forêt domaniale de Vimy bewahrt Spuren der Kämpfe: Schützengräben, Bunker, Granattrichter, Sappen und Ruinen zerstörter Bauernhöfe. Auf der Route La Vignette führt der Weg durch den Wald; dort lassen sich Überreste von Schützengräben und von Granaten geformtes, unebenes Gelände sehen. Die Wegbedingungen können variieren. Auf der Route bietet das Canadian National Vimy Memorial einen weiten Blick über die Landschaften des Bergbaubeckens und die Hügel des Artois; die Sicht hängt von den Bedingungen ab.

Radroute und digitale Erkundung

Wer eine Radstrecke in Betracht zieht, findet auf der im Juni 2023 aktualisierten Tourismuskarte die Route „Grands sites de la mémoire“. Sie ist als 10- oder 15-Kilometer-Strecke mit erheblichem Höhengewinn ausgewiesen und führt zum Monument à la division marocaine in Vimy beziehungsweise Givenchy-en-Gohelle. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen. Die Angaben zu Länge und Höhengewinn helfen, die Route mit dem eigenen Zeit- und Kraftaufwand abzugleichen, ohne die beiden Streckenvarianten gleichzusetzen.

Ein weiterer Zugang zur Ortsgeschichte ist digital: Das Musée de la vie en plein air du Chemin des Canadiens ist auch virtuell über einen GIS-Geocache verfügbar. So steht neben den historischen Spuren im Wald eine digitale Erkundungsmöglichkeit. Zusammen bilden Gedenkstätte, Friedhöfe, Chemin des Canadiens und Forêt domaniale unterschiedliche Schwerpunkte: von der Widmung an kanadische Kriegsteilnehmer über konkrete Friedhofsgeschichte bis zu den erhaltenen Spuren im Gelände.

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